Beim Hamburger Sprintcup machten Björn Kammann und Ramon Klenz mit starken Leistungen auf sich aufmerksam. Kammann gewann drei Finals und die 4×100-Meter-Challenge.

Nach der Sommerpause nimmt die Kurzbahn-Saison langsam Fahrt auf. Die wichtigsten nationalen und internationalen Höhepunkte folgen bald: Die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften finden vom 12. bis 15. November in Wuppertal statt, anschließend stehen die Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Peking (1.–6. Dezember) auf dem Programm. Dazwischen findet noch der Weltcup mit drei Stationen in Zentralasien statt.
Beim Hamburger Sprintcup schwammen sich am Wochenende einige Anwärterinnen und Anwärter auf deutsche Meistertitel und die WM-Qualifikation schon mal warm. Allen voran zeigte Björn Kammann nach Abschluss seines Studiums und der Rückkehr aus Tennessee in die Hansestadt starke Leistungen.
100 Meter Schmetterling in 51,54 Sekunden
Im 25-Meter-Becken des Olympiastützpunkts setzte sich Kammann über 100 Meter Rücken in 52,24 Sekunden, 100 Meter Freistil in 48,34 Sekunden und 100 Meter Schmetterling in 51,54 Sekunden durch. Über seine Nebenstrecke 100 Meter Brust belegte er in 1:03,41 Minuten den dritten Platz. Schneller waren nur der Potsdamer Kenneth Bock (1:00,82) sowie Nachwuchsschwimmer Robin Karich vom Hamburger Schwimm-Club (1:03,37).

In der 4×100-Meter-Challenge war Kammann mit diesen Leistungen nicht zu schlagen. Mit 3.044 Punkten gewann er die Gesamtwertung souverän vor Ramon Klenz (2.733 Punkte). Der Leipziger zeigte bei seinem Ausflug in die alte Heimat, dass mit ihm nicht nur im Freiwasser weiter zu rechnen ist. Dritter in der Wertung wurde Kenneth Bock (2.525 Punkte). Für die drei Erstplatzierten gab es 400, 200 beziehungsweise 100 Euro Preisgeld.
Bei den Frauen entwickelte sich ein enges Duell zwischen Giulia Goerigk und Mira Helget. Goerigk gewann zwar kein Finale, setzte sich in der Challenge-Wertung mit 2.541 Punkten aber knapp vor ihrer Vereinskollegin Helget (2.523) durch. Dritte wurde Leni Wendrich mit 2.406 Punkten.
Sonderpreis für Nachwuchsschwimmerin
Helget gewann die Finals über 100 Meter Schmetterling (1:01,91) und 100 Meter Rücken (1:02,20). Die beiden nicht in die Challenge-Wertung einfließenden Lagenstrecken über 100 und 200 Meter teilten Goerigk und Helget unter sich auf: Helget war über 100 Meter in 1:04,63 Minuten schneller, Goerigk entschied die 200 Meter in 2:18,87 Minuten für sich.
Einen Sonderpreis sicherte sich Carlotta Puttkammer. Die junge Schwimmerin aus dem jahrgang 2013 entschied sämtliche 50-Meter-Finals ihrer Altersklasse für sich und wurde dafür vom Veranstalter mit 100 Euro ausgezeichnet.
Insgesamt waren für den Hamburger Sprintcup 535 Schwimmerinnen und Schwimmer aus acht Landesverbänden gemeldet.
