2.850 Kilometer durch zehn Länder | Joseph Heß startet spektakuläres Donauschwimmen

Die ersten Kilometer sind geschafft, jetzt heißt es schwimmen, schwimmen, schwimmen: In rund zwei Monaten will Joseph Heß die gesamte Donau bis zum Schwarzen Meer durchschwimmen.

Martin Tschepe Joseph Heß macht sich bereit für das Schwimmen.

Seit Samstag ist Joseph Heß auf seiner bislang größten Schwimmexpedition unterwegs. Der Extremschwimmer aus Dresden will die Donau von Ulm bis zu ihrer Mündung ins Schwarze Meer durchschwimmen – eine Strecke von rund 2.850 Kilometern. Nach einem symbolischen Auftakt an der Donauquelle in Donaueschingen fiel in Ulm der eigentliche Startschuss für das auf rund zwei Monate angelegte Abenteuer. Am Dienstag befand sich der Schwimmer laut Tracker kurz vor Ingolstadt.

Täglich stehen für den 39-Jährigen Schwimmetappen von rund 50 Kilometern auf dem Programm. Begleitet wird Heß von zwei Kajakfahrern sowie einem Team an Land, das ihn mit Verpflegung versorgt und die Logistik übernimmt. Übernachtet wird im Wohnmobil, Ruhetage sind nicht vorgesehen. Bereits auf den ersten Etappen bekam Heß die derzeit niedrigen Wasserstände zu spüren. Gleichzeitig freut er sich über jede natürliche Strömung, die das Vorankommen erleichtert.

Wasserproben aus der Donau

Für Heß ist die Donau der nächste Meilenstein als Langstreckenschwimmer. Bereits 2017 durchschwamm er 620 Kilometer durch die Elbe, 2022 folgte der Rhein mit 1.300 Kilometern. Im vergangenen Jahr umrundete er den Bodensee. Nun führt ihn seine Reise durch zehn Länder und vorbei an den vier Hauptstädten Wien, Bratislava, Budapest und Belgrad, bevor Anfang September das Schwarze Meer erreicht werden soll.

Das Projekt dient jedoch nicht nur dem sportlichen Ehrgeiz. Entlang der gesamten Strecke entnimmt das Team regelmäßig Wasserproben. Gemeinsam mit Wissenschaftlern entsteht so eine durchgehende Mikroplastik-Kartierung der Donau. Die Ergebnisse sollen später in wissenschaftliche Auswertungen und Empfehlungen für Politik und Gesellschaft einfließen. Parallel begleiten Sportwissenschaftler und Sportpsychologen die Expedition, um Erkenntnisse über die körperlichen und mentalen Belastungen einer derartigen Ausdauerleistung zu gewinnen.

Wer Heß auf seinem Weg begleiten möchte, kann seine Position über einen Livetracker auf seiner Projektseite verfolgen. Nach mehr als 2.800 Kilometern soll die außergewöhnliche Schwimmreise Anfang September an der Donaumündung im Schwarzen Meer enden.

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Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

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