Kanadas Schwimmstar Summer McIntosh hat bei den Olympischen Spielen in Los Angeles Großes vor. Erreicht sie ihr Ziel, könnte die 19-Jährige einen Rekord von Michael Phelps egalisieren.
Gerade 17 Jahre alt war Summer McIntosh bei ihren drei Olympiasiegen 2024 in Paris. Es folgten vier WM-Triumphe 2025 in Singapur und Weltrekorde über 200 Meter Schmetterling, 200 Meter Lagen und 400 Meter Lagen. Es ist keine Frage: Die inzwischen 19-jährige Kanadierin ist der größte Schwimmstar der Welt. Mit Katie Ledecky, Emma McKeon und Molly O’Callaghan gibt es aktive Schwimmerinnen, die bereits noch mehr Gold holen konnten. Aber mit ihrer Ausstrahlung und ihrem jungen Alter ist McIntosh das größte Versprechen für die Zukunft.
„Ich will fünfmal Gold holen“
Im Interview mit Sports Illustrated machte McIntosh hinsichtlich Los Angeles jetzt eine klare Ansage. „Ich will bei Olympia 2028 fünfmal Gold gewinnen“, erklärte sie. Der Clou dabei: Die Sportlerin strebt alle Siege in Einzeldisziplinen an. Zwar zählen auch die kanadischen Staffeln zu den stärksten der Welt. Gegen die Teams aus Australien und den USA ziehen die Ahornblätter aber fast immer den Kürzeren. McIntoshs Hauptstrecken bei Olympia dürften 400 Meter Freistil, 200 Meter Schmetterling sowie 200 und 400 Meter Lagen werden. Dazu bestehen Goldchancen über 200 und 800 Meter Freistil.
Eiskunstlauf oder Schwimmen?
Fünf und mehr Goldmedaillen bei denselben Spielen schafften bisher nur Michael Phelps, Mark Spitz, Kristin Otto, Matt Biondi und Caeleb Dressel, wobei Phelps der einzige ist, dem fünf Siege in Einzeldisziplinen gelangen. Über den Rekord-Olympioniken sagte McIntosh: „Michael Phelps ist mein großes Vorbild. Er ist für mich nicht nur der größte Schwimmer aller Zeiten, sondern einer der besten Athleten überhaupt.“ Im August 2025 wechselte McIntosh zum langjährigen Phelps-Coach Bob Bowman nach Austin/Texas (USA).
Des Weiteren erzählt McIntosh in dem Interview, dass sie als Kind zahlreiche Sportarten wie Eiskunstlauf, Reiten, Fußball und Volleyball ausprobiert habe. „Ich war im Eiskunstlauf sogar besser, aber Schwimmen hat mich emotional stärker gepackt. Irgendwann musste ich mich entscheiden.“ Sie habe dann auf ihr Bauchgefühl gehört. „Schwimmen war immer meine größte Leidenschaft.“