Mit einer phänomenalen Bestzeit ist Maya Werner bei der EM Kurzbahn in Polen zur Silbermedaille geschwommen. Für Cedric Büssing gab es Bronze.
Das muss man erst mal hinbekommen: Mit einer 1.500-Meter-Bestzeit von 16:52,50 Minuten aus de Jahr 2023 war Maya Werner zu den Kurzbahn-Europameisterschaften angereist. Nach Hause fährt sie mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 15:47,00 Minuten und einer weiteren Medaille im Gepäck. Nach Bronze über 800 Meter holte die Heidelbergerin diesmal sogar die Silbermedaille. Schneller als sie war nur die italienische Langstreckenspezialistin Simona Quaderella, die in 15:29,93 Minuten in einer anderen Liga schwamm. Bronze sicherte sich Ajna Késely aus Ungarn in 15:51,73 Minuten.
Im Vorlauf musste Werner bereits im ersten Lauf antreten, weil sie keine Meldezeit hatte. Dennoch gelang ihr mit einer Zeit von 16:08,32 Minuten als Siebte die Finalqualifikation. Dort ging sie gestern auf der Außenbahn 1 ins Rennen und schüttelte nach und nach alle Rivalinnen bis auf Quadarella ab. „Ich habe einfach mein eigenes Rennen durchgezogen und bin extra auch ein wenig vorsichtiger angegangen. Dass am Ende Silber dabei herausspringt, habe ich überhaupt nicht erwartet“, sagte Werner, für die die Meisterschaften überragend verlaufen waren. „Zwei EM-Medaillen stimmen mich richtig froh, da freut man sich schon auf den nächsten Sommer.“ Im Juli und August finden dann in Paris die Langbahn-Europameisterschaften statt.
„Das macht natürlich Spaß“
In einem stark umkämpften 400-Meter-Lagen-Finale holte Cedric Büssing Bronze. Während der Italiener Alberto Razzetti nach vorn enteilt war und in 3:58,79 Minuten überlegen zur Goldmedaille schwamm, ging es dahinter hauchdünn zu. Der Olympia-Achte Büssing wendete nach der Schmetterling-Teilstrecke noch als Letzter und arbeitete sich dann Platz um Platz nach vorn. Beim Brustschwimmen tauchte der Essener erstmals auf Platz drei auf und diese Position verteidigte der 22-Jährige bis ins Ziel. Am Ende stand auch für ihn in 4:03,51 Minuten eine persönliche Bestzeit zu Buche. Silber sicherte sich der Brite Max Litchfield in 4:03,25 Minuten. „Ich hatte nicht den besten Sommer, habe dem Prozess aber weiter vertraut. Das hat sich hier nun ausgezahlt, das macht dann natürlich Spaß“, sagte Büssing.
Über 4 x 50 Meter Lagen verbesserte das deutsche Quartett mit Nina Holt, Anna Elendt, Angelina Köhler und Nina Jazy den 16 Jahre alten deutschen Rekord gleich zweimal. Erst im Vorlauf auf 1:45,15 Minuten, dann im Finale auf 1:44,71 Minuten. Damit belegte das DSV-Quartett am Ende Rang fünf.