„Das ist unglaublich“ | Florian Wellbrock schreibt mit drittem WM-Gold Schwimmgeschichte

Das hat noch keiner geschafft: Florian Wellbrock hat bei der Schwimm-WM auch im neuen Knockout-Sprint gewonnen und damit sein drittes WM-Gold geholt.

World Aquatics Florian Wellbrock ist in Singapur bisher nicht zu schlagen.

Gold über 10 und 5 Kilometer, jetzt der Sieg im Knockout-Sprint: Florian Wellbrock hat als erster Freiwasser-Schwimmer der Geschichte drei Goldmedaillen bei einer Weltmeisterschaft gewonnen. Am Samstag setzte sich der Magdeburger nach drei Runden über 1.500 Meter, 1.000 Meter und 500 Meter durch, wobei er in allen Runden die beste Zeit schwamm. Die finalen 500 Meter beendete Wellbrock in 5:46,0 Minuten vor David Bethlehem aus Ungarn, der Silber gewann. Bronze sicherte sich der Franzose Marc-Antoine Olivier. Angeführt vom stets vorn schwimmenden Wellbrock hatten sich die drei Medaillengewinner auf der Zielgeraden vom Feld lösen können. Der Frankfurter Oliver Klemet war im Halbfinale über 1.000 Meter als 17. ausgeschieden.

„Das ist unglaublich“, sagte Wellbrock, der jetzt achtfacher Weltmeister im Freiwasserschwimmen ist. Es sei ihm bei der WM vor allem um die olympischen 10 Kilometer gegangen. „Und jetzt stehe ich bei drei Goldmedaillen.“ Zum neuen Knockout-Format sagte der Champion: „Das war eine neue Situation für mich, und ich hatte keine Vorstellung, wie es wird und was die beste Position sein würde. Aber es hat viel Spaß gemacht, vor allem die letzten 500 Meter. Da haben wir alles reingehauen.“

Gose und Boy auf Platz fünf

Am Sonntag hat Wellbrock mit der deutschen Staffel sogar die Chance, seine Medaillenbilanz noch weiter auszubauen. Vier Medaillen bei einer WM gelangen bisher nur Rekordweltmeister Thomas Lurz, der 2013 in Barcelona zweimal Gold und je einmal Silber und Bronze holte.

Im Knockout-Rennen der Frauen gewann die Japanerin Ichika Kajimoto. Die Siegerin setzte sich im Finale nach 500 Metern in 6:19,9 Minuten vor Ginevra Taddeucci durch. Die Italienerin gewann damit bereits ihre dritte Silbermedaille. Auf Platz drei landete Moesha Johnson, die zuvor über 5 und 10 Kilometer triumphieren konnte. Die deutschen Vertreterinnen Lea Boy und Isabel Gose kamen zeitgleich mit 3,4 Sekunden Rückstand ins Ziel und teilen sich den fünften Platz.

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Peter Jacob
Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

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