Sechs Final-Entscheidungen stehen heute bei den Europameisterschaften in Paris auf dem Programm. Die deutschen Chancen auf Edelmetall stehen gut.
Diese Endläufe erwarten die Schwimm-Fans am Mittwochabend.
200 Meter Rücken Männer (18:40 Uhr)
Hubert Kos ist der unangefochtene Gold-Favorit im ersten Finale des Abends. Der Schützling von Erfolgscoach Bob Bowman schwamm im Halbfinale 1:52,30 Minuten und blieb damit nur 0,38 Sekunden über dem 17 Jahre alten Weltrekord von Aaron Peirsol. Deutsche Athleten sind nicht am Start.
50 Meter Schmetterling Frauen (18:47 Uhr)
Den Auftakt macht Ex-100-Meter-Weltmeisterin Angelina Köhler. Die Neuköllnerin startet auf den für sie vielleicht etwas zu kurzen 50 Metern auf der Außenbahn acht. Doch frei nach dem Motto: Hast du eine Bahn, hast du eine Chance, ist gerade im Sprint immer was drin. 25,85 Sekunden schwamm Köhler im Halbfinale. Ihr deutscher Rekord steht bei 25,50 Sekunden. Knackt sie den, ist eine Top-3-Platzierung möglich. Favoritin auf den Sieg ist Sarah Sjöström aus Schweden.
100 Meter Freistil Männer (18:52 Uhr)
Die Goldmedaille in diesem Finale ohne deutsche Beteiligung scheint vergeben: David Popovici ließ bereits im Halbfinale in 46,72 Sekunden die Muskeln spielen. Eine Frage bleibt: Kann der Rumäne den Weltrekord von Pan Zhanle (46,40 Sekunden) attackieren?
100 Meter Brust Frauen (18:58 Uhr)
Mach’s noch einmal, Anna Elendt! Vor einem Jahr überraschte die Frankfurterin im WM-Finale von Singapur die Konkurrenz, als sie auf den letzten Metern an allen anderen Schwimmerinnen vorbeizog und Gold gewann. In Paris geht sie mit der fünftbesten Halbfinal-Leistung (1:05,92 min) in den Medaillenkampf, hat zeitlich aber noch Luft nach oben. Mit Gold dürfte es selbst mit deutschem Rekord (1:05,19 min) schwer werden, denn die Britin Angharad Evans schwamm bereits 1:04,97 Minuten.
800 Meter Freistil Männer (20:03 Uhr)
Wie bei den Frauen gestern haben die deutschen Schwimmer über diese Distanz zwei ganz heiße Eisen im Feuer. Johannes Liebmann ist spätestens nach seinem Europarekord von Stockholm (7:37,94 min) in aller Munde. Und der junge Magdeburger überzeugte mit einem dominanten Vorlauf, bei dem er hintenraus nicht mal alles geben musste. Er startet auf der Mittelbahn vier und damit nur zwei Bahnen von Teamkollege Sven Schwarz entfernt (Bahn sechs). Der WM-Silbermedaillengewinner aus Hannover ist als Kämpfer bekannt. Er wird darauf brennen, sich im direkten Duell mit Liebmann den Europarekord zurückzuholen. Aufpassen heißt es für beide auf Daniel Wiffen auf Bahn drei. Der irische Olympiasieger über diese Strecke hatte den Rekord ebenfalls bereits inne.
4 x 100 Meter Freistil Frauen (20:16 Uhr)
Mit Ach und Krach schafften Nina Holt, Nina Jazy, Julianna Bocska und Maya Tobehn am Morgen den Finaleinzug mit der achtbesten Zeit. Damit startet das Quartett im Finale auf Bahn acht. Jede Platzierung weiter vorn wäre ein Erfolg. Vor allem bei Nina Holt sollte es etwas schneller gehen als im Vorlauf, wo sie 55,12 Sekunden ins Wasser brachte. Im Einzel war sie am Montag 1,3 Sekunden schneller.