Früher Saisonstart, Hitze und viele Badetage haben den Freibädern der Großstädte 2026 deutlich mehr Gäste beschert. Doch selbst bei Sonnenschein ebbt der Andrang irgendwann ab.
Der Freibadsommer 2026 hat den Bädern in vielen deutschen Großstädten deutlich mehr Besucher beschert. Ein warmer Frühsommer, mehrere Hitzeperioden und vielerorts ein früher Saisonstart sorgten vor allem im Juni und Juli für volle Becken. In einigen Städten wurden die Besucherzahlen des Vorjahres deutlich übertroffen.
In Berlin kamen in der Sommersaison rund 1,68 Millionen Menschen in die Freibäder. Das waren etwa 240.000 mehr als 2025, aber weniger als im Rekordsommer 2024 mit rund 1,9 Millionen. Allein am letzten Juniwochenende wurden mehr als 120.000 Badegäste gezählt. Zeitweise mussten die Bäderbetriebe den Einlass stoppen. Trotz einzelner Polizeieinsätze und 159 Hausverboten bewerteten die Berliner Bäder die Saison als weitgehend friedlich.
Auch Hamburg verzeichnete einen deutlichen Zuwachs. Die reinen Sommerfreibäder kamen auf rund 73 Prozent mehr Besuche als in der Vorjahressaison. Dazu trug auch der frühe Saisonstart Mitte Mai bei. Besonders stark war der Juni: In dem Monat wurden mehr als doppelt so viele Besuche registriert wie im Vorjahreszeitraum. Das Niveau des Rekordsommers 2018 wurde allerdings nicht erreicht.
In München registrierten die Stadtwerke bis Ende August rund 1,4 Millionen Freibadgäste. Damit wurde das beste Ergebnis seit zehn Jahren erreicht. Nach einem zunächst kühlen Saisonauftakt sorgten vor allem die Hitzeperioden im Juni und Juli für hohen Andrang.
Frankfurt meldete rund eine Million Besucher in seinen sieben öffentlichen Freibädern – etwa 200.000 oder 25 Prozent mehr als im Vorjahr. Am heißesten Wochenende Ende Juni kamen allein ins Brentanobad an einem Tag rund 20.000 Menschen. Gleichzeitig verzeichnete die Stadt trotz des höheren Andrangs weniger Polizeieinsätze als 2025.
Auch Köln profitierte vom Sommerwetter. Von Juni bis August wurden 774.000 Besucher gezählt, rund 43.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Den stärksten Tag gab es am 27. Juni mit etwa 25.000 Gästen. In Düsseldorf kamen gut 325.000 Menschen in die Freibäder, 21 Prozent mehr als im Vorjahr.
Auffällig ist allerdings: Selbst mehrere weitere Hitzeperioden konnten den Besucherandrang im August vielerorts nicht auf dem Niveau des Frühsommers halten. Das Phänomen ist nicht neu. Der WDR zitierte dazu einen Badbetreiber, der von „sonnenmüde“ werdenden Menschen sprach. Nach längeren Phasen mit Hitze und Trockenheit könne demnach auch bei bestem Freibadwetter irgendwann der Wunsch nach Abkühlung und Abwechslung nachlassen.