18 Jahre alt und das erste Mal bei einer WM: Lise Seidel ist mit einer überzeugenden Leistung ins 200-Meter-Rücken-Finale eingezogen.
Rückenschwimmerin Lise Seidel ist bei den Weltmeisterschaften in Singapur mit einer phänomenalen Bestzeit ins WM-Finale gestürmt. Die 18-Jährige schwamm im Halbfinale über 200 Meter Rücken ein auch ein taktisch kluges Rennen und sicherte sich in 2:08,75 Minuten den sechsten Finalplatz. Seidel war mit einer Bestzeit von 2:10,76 Minuten nach Asien gereist. Bereits im Vorlauf unterbot sie diese Marke in 2:10,00 Minuten. Mit ihrer 2:08er-Zeit stieß die dreifache deutsche Meisterin in neue Regionen vor. Aus Deutschland erzielten bisher nur die nationale Rekordhalterin Lisa Graf (2:07,63 Minuten) und Jenny Mensing (2:08,30 Minuten) schnellere Zeiten.
„Megastolz“
Seidel teilte sich die vier Bahnen im 50-Meter-Pool perfekt ein und ließ sich auch nicht von den zunächst davonstürmenden Rivalinnen beeinflussen. Auf der Schlussbahn zündete sie den Turbo und schwamm in 32,25 Sekunden den schnellsten Split ihres Halbfinals. Dabei machte sie noch mehrere Plätze gut. „Ich bin megastolz auf meine Zeit und freue mich riesig. Mal sehen, was im Finale noch geht“, sagte die Chemnitzerin.
Im Finale bekommt es Seidel jetzt mit Schwammstars wie Regan Smith (USA) und Kaylee McKeown (Australien) zu tun. Für die schnellste Zeit sorgte allerdings eine Chinesin. Xuwei Peng schlug nach 2:07,76 Minuten an.
Hubert Kos holt Gold
Bei den Männern ging es über 200 Meter Rücken heute bereits um die WM-Medaillen. Dabei setzte sich der Ungar Hubert Kos mit neuem Europarekord von 1:53,19 Minuten durch. Silber ging an Peter Coetze in 1:53,36 Minuten. Der Südafrikaner ging am schnellsten an, fiel dann etwas zurück und kämpfte sich auf der letzten wieder ganz dicht an Kos heran. Die Bronzemedaille sicherte sich der Franzose Yohann Ndoye-Brouard in 1:54,62 Minuten.