Poolgeschichten | Arte-Doku über den Sehnsuchtsort des Sommers

Der Swimmingpool weckt Erinnerungen an unbeschwerte Sommertage, lässt uns ans Schwimmenlernen, Baden und Entspannen oder an sportliche Aktivitäten denken. Eine Doku widmet sich der Geschichte und Entwicklung öffentlicher Bäder und privater Pools.

ZDF / Jupp Tautfest Ältestes Freibad Deutschlands: Im Lorettobad in Freiburg ist erstmals vor 183 Jahren gebadet und geschwommen worden.

Das Lorettobad in Freiburg ist das älteste Freibad in Deutschland, es öffnete zur Badesaison 1842 seine Tore. Hier beginnt eine Doku des TV-Senders Arte, die anhand unterschiedlicher Badegäste beschreibt, warum Menschen es bis heute lieben, in öffentliche Schwimmbäder zu gehen: um Bahnen zu ziehen, zum Planschen, zum Schwimmenlernen, zur Erholung oder als Freizeit- und Familienaktivität.

Im Stadtbad Neukölln wird 1921 erstmals mit Chlor desinfiziert

Wie sind öffentliche Schwimmbäder entstanden? Und wie erklärt sich die Sehnsucht nach dem kühlen Nass? Diesen Fragen gehen die Filmemacher Uta Meyer-Boblan und Gregor Streiber in ihrer Dokumentation „Poolgeschichten“ nach. Sie lassen Historiker erzählen, wie es mit den ersten Pools auf Badeschiffen im 18. Jahrhundert begann, als ein Besuch dort wie „eine Reise zum Mars war, weil kein Mensch schwimmen konnte“. Wie öffentliche Badeanstalten im 19. Jahrhundert zunächst aus Hygienegründen entstanden sind und wie daraus ein Freizeitvergnügen wurde, das beim gemeinsamen Baden für Glücksmomente sorgte. Und wie 1921 im Stadtbad in Berlin-Neukölln erstmals in Deutschland Chlor zur Desinfektion ausprobiert wurde.

Heute, so erfahren wir, gibt es circa 6.000 öffentliche Hallen-, Frei- und Erlebnisbäder in Deutschland, ohne die Millionen von Kindern hierzulande gar nicht oder viel umständlicher das Schwimmen erlernt hätten.

Arte / Robert Cöllen Das Stadtbad Neukölln ist 1914 eröffnet worden. Sieben Jahre später wurde dort erstmals in Deutschland Chlor zur Desinfektion eingesetzt.

Ist es egoistisch, privat einen Pool zu besitzen?

Es geht aber auch um den Boom von privaten Pools, die in den 1960er-Jahren von Kalifornien aus einen weltweiten Siegeszug angetreten haben, weil das eigene Schwimmbecken im Garten als Inbegriff für individuelle Freiheit und Synonym für Luxus steht. Experten erklären, warum die circa zwei Millionen privaten Swimmingpools in Deutschland in Zeiten von Wasserknappheit, Klimawandel und unheilvollen Auswirkungen von Chemikalien für unsere Gesundheit aber keine Zukunft haben – und der Besitz eines Pools möglicherweise egoistisch ist.

Arte / Robert Cöllen Die kalifornische Stadt Palm Springs gilt als Urzelle für private Pools.

Nach einem Abstecher über die Bedeutung von Pools in der Kunst endet die unterhaltsame und interessante Doku damit, wie die Badegäste am frühen Abend das Freiburger Lorettobad verlassen, um sich auf den nächsten heißen Sommertag mit einem Besuch dieser legendären Bade- und Schwimmeinrichtung zu freuen. Und jeder Besuch wird weitere Poolgeschichten folgen lassen.

Dokumentation: Poolgeschichten – Der Traum vom kühlen Nass, 43 Minuten, bis 8. September 2025 in der Mediathek von Arte

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