Zum 20. Mal führte die ÖTILLÖ Swimrun World Championship durch den Stockholmer Schärengarten. Fast 400 Athletinnen und Athleten kämpften sich bei Wind, Wellen und starken Strömungen über 70 Kilometer.
Der Stockholmer Schärengarten hat zum 20. Jubiläum der ÖTILLÖ Swimrun World Championship einmal mehr gezeigt, warum das Rennen zu den härtesten seiner Art gehört. Die fast 400 Athletinnen und Athleten aus 24 Nationen mussten am Montag auf dem Weg von Sandhamn nach Utö nicht nur 24 Inseln überqueren und dabei 61 Kilometer laufen und neun Kilometer im offenen Gewässer schwimmen. Wind, Wellen und starke Strömungen machten die ohnehin anspruchsvolle Strecke noch schwieriger. Die Wassertemperatur betrug etwa 17 Grad Celsius.
Bei den Männern setzte sich das Duo Hugo Tormento und Adriel Young nach 7:18:32 Stunden souverän durch. Die beiden konnten sich bereits nach rund 20 Kilometern von ihren Verfolgern absetzen und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Für Young war es bereits der fünfte WM-Titel – damit ist der Australier der erfolgreichste männliche Athlet in der Geschichte der Veranstaltung. Tormento, der auch den Streckenrekord (7:00:59 Stunden) hält, feierte seinen dritten Triumph. Im Ziel hatte das Duo fast 40 Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierten Franzosen Matthieu Poullain und Guillaume Poullain (8:08:31 Stunden).
Bei den Frauen dominierten Johanne Laizeau und Mélisande Muller das Rennen nahezu nach Belieben. Die Französinnen übernahmen früh die Führung und gaben sie bis ins Ziel nicht mehr ab. Nach 9:06:47 Stunden lagen sie fast zwölf Minuten vor Amanda Martin (USA) und Fiona Larsen (Großbritannien).
Am engsten ging es in der Mixed-Kategorie zu. Alexis Charrier und Anna Hellström lieferten sich bis zum langen Laufabschnitt auf Ornö ein packendes Rennen mit mehreren Verfolgerteams. Erst dort fiel die Entscheidung zugunsten des französisch-schwedischen Duos, das nach 7:58:09 Stunden triumphierte. Nur 4:45 Minuten dahinter folgten Lydie Waucquier und Tom Ralite.
Von den deutschen Startern erzielten Andre Hook und Stefan Höhlbaum das beste Ergebnis. Sie belegten in der Männerwertung nach 8:56:37 Stunden den sechsten Platz. Katharina Heining kam gemeinsam mit dem Schweizer Ben Thiesmeyer in der Mixed-Wertung nach 9:05:03 Stunden auf Rang sieben. Peggy Kleidon und ihre schwedische Partnerin Hanna Johansson erreichten bei den Frauen in 11:43:01 Stunden Platz zwölf.