Der DSV schickt 27 Nachwuchsathleten zur Jugend-EM im Freiwasserschwimmen nach Ungarn. Mit dabei ist auch Europarekordler Johannes Liebmann, der vor der EM in Paris zusätzliche Wettkampfpraxis sammeln will.
Der Deutsche Schwimm-Verband hat sein Aufgebot für die Jugend-Europameisterschaften im Freiwasserschwimmen in Sukoró nominiert. Insgesamt 27 Talente vertreten den DSV bei den Titelkämpfen vom 23. bis 26. Juli in Ungarn. Die Startplätze für die Einzelrennen waren im Frühjahr ausschließlich bei Pool-Wettkämpfen vergeben worden.
Zum Team gehört auch Johannes Liebmann vom SC Magdeburg. Der 19-Jährige, der zuletzt mit seinem Europarekord über 800 Meter Freistil auf sich aufmerksam gemacht hatte, nutzt die JEM als Vorbereitung auf die Europameisterschaften der Elite in Paris. „Das habe ich mir ein bisschen gewünscht, quasi als kleine Generalprobe“, sagte Liebmann mit Blick auf den Knockout-Sprint, den er später auch bei der EM bestreiten wird.
Knockout-Sprint im Programm
Nachwuchs-Bundestrainer Stephen Bibow erklärte die große Teamgröße auch mit dem erweiterten Wettkampfprogramm: „Wir bringen ein großes JEM-Team an den Start, weil wir die Anzahl der Startplätze ausreizen.“ Mit dem Knockout-Sprint steht diesmal eine zusätzliche Disziplin auf dem Programm.
Mehrere Aktive, darunter der Junioren-Weltmeister Jonas Lieschke vom Hamburger Schwimm-Club, starten zuvor bereits bei der JEM im Beckenschwimmen in München. Bibow kündigte deshalb zusätzliche Freiwasser-Maßnahmen in der Vorbereitung an.
Das DSV-Team bei der JEM 2026 in Ungarn
Frauen
Julia Kaul (SSG Leipzig), Leni Tesche (SSG Saar Max Ritter), Michelle Miculic, Hannah Mitterer (beide SG Stadtwerke München), Melina Nitschke, Julia Ackermann (beide SC Chemnitz 1892), Marina Maja Krietenbrink (SG Essen), Marie Strohalm (SG Frankfurt), Jana Härtel (SV Region Stuttgart), Zarina Selimovic (SG Dortmund), Nika Benkler (SV Nikar Heidelberg), Tekla Kaminska (Lehrter SV 1874), Juliana Buttler (SC Magdeburg)
Männer
Moritz Engmann (SC Chemnitz 1892), Akram Ammar, Lukas Steuter (beide Wasserfr. Spandau), Mohamed Laadraoui (SSF Bonn), Ben David Preuß, Pedro Stier (beide SG Neukölln Berlin), Mattheo Straßburger, Jonas Lieschke (Hamburger SC e.V. von 1879), Finn Constantin Kleinheinz, Johannes Liebmann (beide SC Magdeburg), Moritz Erkmann (SC Chemnitz 1892), Simon Brugger (SG Stadtwerke München), Jannik Häfelinger (Hamburger SC e.V. von 1879), Raphael Zesewitz (Dresdner SC 1898)