335 Medaillen im Becken und Freiwasser, dazu zwölf Para-EM-Titel: Die deutschen Masters haben bei den Europameisterschaften in Šamorín eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen.
Die deutschen Masters haben die Europameisterschaften in Šamorín mit einer eindrucksvollen Medaillenausbeute beendet. Nach Berechnungen von „Mastersschwimmer Deutschland“ sammelten die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Beckenschwimmen und im Freiwasser 335 Medaillen: 125-mal Gold, 104-mal Silber und 106-mal Bronze. Hinzu kommen die Erfolge der Para-Schwimmerinnen und ‑schwimmer.
In den letzten Tagen setzten die Freiwasserathleten die Erfolgsserie aus dem Pool fort. Über 1,5 und 3 Kilometer holten die DSV-Masters insgesamt 30 Einzelmedaillen, dazu kamen zwei Medaillen in den Mixed-Staffeln. Jenny Wachsmuth (AK 35), Alisa Fatum-Böker (AK 30) und Helmut Hertelendy (AK 75) gelang dabei jeweils ein Doppelsieg über beide Distanzen.
Medaillensammlerinnen und ein Weltrekordler
Im Becken avancierte Alfred Otto Seeger zum erfolgreichsten deutschen Medaillensammler bei den Einzelstarts. In der AK 85 brachte er neun Medaillen mit nach Hause. Bei den Frauen kamen Jeanette Seitz (AK 50), Carla Beckmann (AK 40), Nicole Heidemann (AK 40), Alisa Fatum-Böker (AK 30) und Sara Gäbler (AK 25) jeweils auf sechs Einzelmedaillen. Auch die Staffeln der SG Neukölln Berlin und der SG Stadtwerke München standen jeweils sechsmal auf dem Podest.
Einen Weltrekord schwamm Lukas Bücker (AK 25) vom SG Euregio Swim Team, der die 800 Meter Freistil in 8:24,40 Minuten absolvierte. Eine europäische Bestmarke erzielte Werner Schnabel (AK 90) vom USV TU Dresden ebenfalls über 800 Meter Freistil (17:09,47 Minuten).
Neu dabei: AK 20 und Para-Schwimmer
Erstmals waren die Schwimmerinnen und Schwimmer der AK20 bei einer Masters-EM startberechtigt. Bisher galt ein Mindestalter von 25 Jahren. Die Neuerung war laut „Mastersschwimmer Deutschland“ allerdings nur unzureichend über die Pflichtzeiten kommuniziert worden, sodass das Teilnehmerfeld überschaubar blieb. Deutschland stellte dabei einen großen Teil der Starter – und entsprechend gingen 56 deutsche Medaillen auf das Konto der jüngsten Altersklasse. Dass die AK 20 künftig international stärker besetzt sein könnte, dürfte daher auch von einer besseren Kommunikation abhängen.
Eine weitere Premiere gab es mit der Einführung von Wertungen für Schwimmerinnen und Schwimmer aus dem paralympischen Bereich. Auch hier blieb die Beteiligung eher gering. Sportlich setzte das deutsche Team trotzdem deutliche Akzente: Christina Geisler (SG HT 16 Hamburg) gewann in der Para-Wertung bei sechs Starts sechsmal Gold. Eva Hoffmann (SV Hemer 1921) holte vier Titel, Tina Deeken (SSF Obernkirchen) steuerte im Freiwasser zwei weitere Siege bei. Insgesamt gingen damit zwölf Para-EM-Titel an deutsche Schwimmerinnen.
Alle Ergebnisse gibt es hier.