Olympiasieger Cameron van der Burgh kehrt mit 37 Jahren überraschend in den Wettkampfsport zurück – und zeigt beim ersten Rennen in Dubai sofort starke Form.
Der südafrikanische Olympiasieger Cameron van der Burgh ist wieder da – und das mit 37 Jahren. Fast sieben Jahre nach seinem Rücktritt hat der ehemalige Weltrekordhalter sein Comeback im Wettkampfsport gegeben. Ursprünglich wollte er erst im kommenden Jahr bei einem Masters-Event starten, doch nun zog er seinen Plan vor und sprang beim 28. Speedo Invitational in Dubai über 50 Meter Brust in den Pool.
Mit einer Zeit von 27,22 Sekunden belegte van der Burgh direkt den zweiten Platz. Auch wenn er damit noch nicht an frühere Weltklassezeiten anknüpfen konnte, zeigte sein Auftritt, dass er weiterhin über beeindruckende Sprintqualitäten verfügt. Aktuell konzentriert er sich voll auf die kurzen Distanzen – Starts über 100 Meter Brust plant er vorerst nicht. Schneller in Dubai war lediglich Ilya Shymanovich in 25,65 Sekunden. Der Belarusse hatte 2021 den Weltrekord von van der Burgh über die 50 Meter egalisiert (25,25 Sekunden). Kurz darauf blieb der Türke Emre Sakci in 24,95 Sekunden als erster Schwimmer unter der Marke von 25 Sekunden.
Neues Ziel: Olympia 2028
Van der Burgh hatte seine Karriere im Jahr 2018 eigentlich beendet und war ins Berufsleben eingestiegen. Für neue Motivation sorgte dann die Ankündigung des IOC, die 50-Meter-Strecken ins Olympiaprogramm aufzunehmen. Damit eröffnet sich für den Olympiasieger von 2012 eine neue Chance: die Teilnahme an den Spielen 2028 in Los Angeles. Die Qualifikation wird allerdings alles andere als einfach. Mit Michael Houlie und Chris Smith hat Südafrika bereits zwei starke Brustsprinter.
Insgesamt achtmal konnte van der Burgh den 50-Meter-Weltrekord verbessern (4 x auf der Lang- und 4 x auf der Kurzbahn). Auf der 100-Meter-Distanz gewann er neben Gold in London auch Olympiasilber in Rio. Sein Sieg 2012 führte zu Diskussionen, da sich van der Burgh mit einem damals illegalen Delfnkick beim Brusttauchzug einen entscheidenden Vorteil verschaffte. In der Folge wurde der Delfinkick durch den Weltverband erlaubt.