Berlin bekommt ein neues Schwimmbad | Aber kein normales

An der Berliner Holzmarktstraße entsteht ein neues Stadtquartier mit öffentlicher Schwimmhalle, Studentenwohnungen und Büros. Das Bad soll gleich vier Becken bieten.

Eller + Eller Architekten Der Entwurf zeigt die Innenansicht des neuen Schwimmbads.

Berlin bekommt eine neue Schwimmhalle. Auf dem Gelände des ehemaligen Schwimmbads an der Holzmarktstraße 51, dort, wo Kreuzberg und Friedrichshain aufeinandertreffen, entsteht derzeit ein neues Quartier. Im Mittelpunkt des Projekts „Holzmarkt 51“ steht eine öffentliche Schwimmhalle mit insgesamt vier Becken. Beim Spatenstich am Montag war unter anderem Olympiasiegerin Britta Steffen anwesend. Die Berlinerin begleitet das Projekt als Patin.

Geplant sind zwei 25-Meter-Becken, ein multifunktionales Fitnessbecken und ein Lehrschwimmbecken. Gegenüber dem bisherigen Bad soll sich die verfügbare Wasserfläche damit verdoppeln. Damit könnte das Projekt einen wichtigen Beitrag zur angespannten Situation bei den Wasserflächen in der Hauptstadt leisten.

Schwimmen und Wohnen an einem Ort

Das Besondere an dem neuen Bau: Erstmals sollen Wohnungen, Büroflächen und Gewerberäume direkt über einer öffentlichen Schwimmhalle entstehen. Die neue Schwimmhalle ist damit Teil eines deutlich größeren Bauvorhabens. Auf dem rund 6.350 Quadratmeter großen Grundstück sind insgesamt rund 375 Apartments geplant. Hinzu kommen rund 5.500 Quadratmeter Büro- und 2.200 Quadratmeter Gewerbefläche.

Eller + Eller Architekten Unten schwimmen, oben wohnen und arbeiten: So soll das Quartier eines Tages aussehen.

„Neues entsteht, Altes wird bewahrt“ lautet das Motto des Projekts, das von den Berliner Landesunternehmen Berlinovo und den Berliner Bäder-Betrieben umgesetzt wird. Die verschiedenen Nutzungen sollen zusammen ein lebendiges Stadtquartier schaffen und den Kiez beleben.

Auch architektonisch soll die Schwimmhalle mehr sein als ein reiner Sportort. Auf dem Dach des Bades ist eine öffentliche Grünfläche vorgesehen, die als zusätzlicher Begegnungsraum dienen soll. Der intensiv begrünte Sockelbereich des Ensembles soll ebenfalls für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Das Projekt war ursprünglich für eine Fertigstellung Ende 2025 beziehungsweise Anfang 2026 vorgesehen. Mit der neuen Halle würde Berlin seine Bäderlandschaft um eine außergewöhnliche Anlage erweitern, die neben dem klassischen Schwimmbetrieb auch Raum für Fitness-, Kurs- und Schwimmausbildung bietet.

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Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

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