Bei der Schwimm-EM in Paris und den Pan-Pazifik-Championships in Irvine purzelten innerhalb weniger Tage gleich sechs Weltrekorde. Besonders Kate Douglass sorgte in Kalifornien für Furore.
Nicht nur bei den Europameisterschaften in Paris wurde in der vergangenen Woche auf Weltklasseniveau geschwommen. Auch bei den Pan-Pazifik-Championships in Irvine fielen außergewöhnliche Zeiten – und gleich mehrere Weltrekorde.
Bei den Pan Pacs treffen normalerweise alle vier Jahre führende Schwimmnationen wie die USA, Australien, China, Kanada, Japan, Brasilien und Südafrika aufeinander. Die letzte Austragung im Jahr 2022 war allerdings Corona zum Opfer gefallen. In Irvine sicherten sich die US-Amerikaner mit ihren Topstars Katie Ledecky, Bobby Finke, Gretchen Walsh und Kate Douglass 50 der insgesamt 129 vergebenen Medaillen. Dahinter folgte Australien mit 34 Podestplätzen. Die Mannschaft hatte unter anderem Sam Short im Team, musste aber auf Molly O’Callaghan verzichten. Rang drei im Medaillenspiegel ging an Kanada um Superstar Summer McIntosh mit 13 Medaillen.
Douglass sprintet allen davon
Während Johannes Liebmann mit seinem spektakulären Weltrekord über 1.500 Meter Freistil und Italiens Sara Curtis über 50 Meter Rücken in Paris für die Bestmarken sorgten, stand in Irvine vor allem Kate Douglass im Mittelpunkt. Die 24-Jährige verbesserte den Weltrekord über 50 Meter Freistil gleich zweimal und drückte ihn schließlich auf 23,19 Sekunden. Damit unterbot sie die bisherige Bestmarke von Gretchen Walsh innerhalb weniger Tage insgesamt um 0,26 Sekunden.
Douglass gehörte außerdem zum US-Quartett, das über 4 x 100 Meter Lagen Mixed einen weiteren Weltrekord aufstellte. Fast schon nebensächlich: Mit 51,01 Sekunden schwamm sie dabei den schnellsten Freistilsplit aller beteiligten Athletinnen. Neben Douglass gehörten Will Modglin, Mathias Van und Gretchen Walsh zur US-Staffel.
Alle Weltrekorde bei EM und Pan Pacs
EM: 10.–16. August in Paris (Frankreich)Pan Pacs: 12.–15. August in Irvine (USA)
| Strecke | Name/Team | Zeit | Ort | Alter Rekord |
|---|---|---|---|---|
| 50 m Freistil | Kate Douglass (USA) | 23,49 | USA | Gretchen Walsh (USA) 23,55 (2026) |
| 50 m Freistil | Kate Douglass (USA) | 23,19 | USA | Kate Douglass (USA) 23,49 (2026) |
| 50 m Rücken | Sara Curtis (ITA) | 26,63 | Paris | Kaylee McKeown (AUS) 26,86 (2023) |
| 50 m Rücken | Sara Curtis (ITA) | 26,56 | Paris | Sara Curtis (ITA) 23,63 (2026) |
| 1.500 m Freistil | Johannes Liebmann (GER) | 14:26,79 | Paris | Bobby Finke (USA) 14:30,67 (2024) |
| 4 x 100 m Lagen Mixed | USA | 3:36,70 | USA | USA 3:34,43 (2024) |