Nächstes Rennen, nächster Sieg: Die deutschen Freiwasserschwimmer haben bei der EM erneut Grund zum Jubeln.
Was für ein Schlusspunkt: Florian Wellbrock hat die deutsche Mixed-Staffel bei den Schwimm-Europameisterschaften in Paris zum Titel geführt. Über 4 x 1500 Meter setzte sich das DSV-Quartett am Samstag in der Seine durch und sicherte Deutschland die vierte Goldmedaille im Freiwasser.
Den Grundstein für den Erfolg legten seine drei Teamkollegen. EM-Debütantin Julia Ackermann, Isabel Gose und Oliver Klemet brachten Wellbrock als Schlussmann mit einem Vorsprung von gut acht Sekunden auf die Strecke. Der 28-Jährige ließ sich die Führung nicht mehr nehmen und schlug als Erster an.
Hinter Deutschland belegte Italien Rang zwei, Ungarn komplettierte als Dritter das Podium. Damit bewies das deutsche Team einmal mehr seine Stärke über die verschiedenen Freiwasserformate hinweg.
Für Wellbrock war es bereits der dritte EM-Titel in Paris. Zuvor hatte der Magdeburger sowohl über fünf als auch über zehn Kilometer triumphiert. Lediglich im Knock-out-Sprint am Freitag war das deutsche Männerteam ohne Medaille geblieben. Dafür sprang Gose bei diesem Format in die Bresche und gewann Gold. Insgesamt kommt das deutsche Freiwasserteam damit auf vier EM-Titel und fünf Medaillen.
Wellbrocks Auftritt in der Seine war zugleich sein Abschluss der Freiwasserwettbewerbe in Paris. Zwei Jahre nach dem enttäuschenden Abschneiden bei den Olympischen Spielen an gleicher Stelle hat der Weltklasseschwimmer damit eindrucksvoll zurückgeschlagen.
Für die Beckenwettbewerbe der EM hatte er sich nicht qualifiziert.Sein Blick richtet sich nun bereits weiter: In der kommenden Woche startet Wellbrock bei den Pan Pacifics in Long Beach. Dort will er erste Erfahrungen unter Bedingungen sammeln, die mit Blick auf die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles besonders interessant sind.