Übers Ziel hinaus: Overdistance-Training

Überlange Strecken und Intervalle setzen im Training entscheidende Reize, um die Ermüdungsresistenz zu verbessern. Dabei kann man als Schwimmer sehr gezielt an renntaktischen Details feilen, wenn es beispielsweise um die Entwicklung eines starken Endspurts geht.

| 10. Juni 2014 | TRAINING

Kraulschwimmen | Schwimmerin beim Training auf Fuerteventura.

Schwimmerin beim Training auf Fuerteventura.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Beim Overdistance-Trainings werden die zu schwimmenden Abschnitte um 10 bis 20 Prozent verlängert und mit der Aufgabe versehen, am Ende die Intensität zu erhöhen.

Besonders für Sportler, die auf der kurzen Bahn trainieren und im Sommer auf der 50-Meter-Bahn ihre Wettkämpfe bestreiten, bietet diese Trainingsform die Option, das Manko der kurzen Trainingsbahn auszugleichen.

Einheit der Woche

Gesamtdistanz: 3,4 km

400m

Einschwimmen

200m

TÜ, beliebig

200m

Tempospiele mit schnellen Wenden

6 x 50m

Start- und Anschlagtraining. Pause: 30-40 s

6 x 150m

50m GA1 + 50m GA2 + 15m WA + 35m locker beliebig. Pause: 30 s

200m

lockeres Schwimmen mit Brett (Arme und Beine)

4 x 250m

150m GA1 + 50m GA2 + 10 s Pause s + 25m WA (evtl. vom Block mit Zeitnahme) + 25m locker beliebig. Pause: 60 s

200-300m

Ausschwimmen

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Holger Lüning (48) ist Sportwissenschaftler und Schwimmtrainer mit über 25 Jahren Erfahrung im Hochleistungssport. Als Aktiver schwamm er in der Bundesligamannschaft des EOSC Offenbach, später gewann er im Masterbereich zahlreiche Meistertitel. Lüning ist Dozent in der Trainerausbildung und Autor von Fachbüchern und DVDs.

Lüning | Holger Lüning

Holger Lüning