Overdistance und Tempohärte

Die eigentliche Wettkampfstrecke im Training künstlich um einige Meter zu verlängern, bringt nicht nur mentale, sondern auch körperliche Kraft. Wie Sie das am besten umsetzen, erfahren Sie in unserer Einheit der Woche.

| 14. Oktober 2013 | TRAINING

Kraulschwimmerin | Kraulschwimmerin

Kraulschwimmerin

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Am besten eignen sich moderate Vorbelastungen, denen eine kurze und zugleich intensive Belastung in der Hauptschwimmart folgt. Besonders wirkungsvoll ist diese Methode für die Entwicklung der Tempohärte für 100-Meter- und 200-Meter-Rennen. Doch auch für Mittel- und Langstreckler ist diese Methode bestens geeignet, um die Laktatverträglichkeit zu verbessern und damit die Ermüdungsresistenz zu entwickeln.

Einheit der Woche

Gesamtdistanz: 3,5 km

200m

Einschwimmen

8x50m

Lagen im 25m-Wechsel aber Kraul statt Delfin, Pause: 20 Sekunden

300m

25m Rücken-Gleichschlag + 25m Brust + 25m Kraul

6x50m

Kraul ohne atmen Strecke verlängern 15/20/25m, Rest Kraul locker, Pause: 30 Sekunden

5x150m

100m Kraul Atemübung 5er-Zug + 25m HSA Spurt + 25m locker beliebig, Pause: 30-40 Sekunden

100m

locker schwimmen

5x150m

100m Lagen rückwärts + 25m HSA Spurt + 25m locker beliebig, Pause: 30-40 Sekunden

100m

locker schwimmen

8x50m

25m Beine Spurt + 25m Kraul-Arme mit Brett zwischen den Beinen locker, Pause: 40 Sekunden

200m

Ausschwimmen

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Lüning | Holger Lüning

Holger Lüning

Zum Autor

Holger Lüning (Jahrgang 1965) ist Sportwissenschaftler und Schwimmtrainer mit über 25 Jahren Erfahrung im Hochleistungssport. Als Schwimmer war er Mitglied der Bundesligamannschaft des EOSC Offenbach, später gewann er als Mastersschwimmer zahlreiche deutsche Meistertitel. Lüning ist Dozent in der Trainerausbildung und Autor von Fachbüchern und DVDs. Im Triathlon erreichte er Welt-, Europa- und deutsche Meistertitel im Altersklassenbereich.