Hypoxietraining: Luftlos Schwimmen

Nach Luft schnappen! Das ist eine der häufigsten Tätigkeiten beim Schwimmen. Grund genug, um verschiedene Situationen zu simulieren, in denen genau diese Tätigkeit wegen erschwerter Bedingungen behindert wird. Denn genau das ist schließlich in jedem Wettkampf der Fall.

| 6. Oktober 2014 | TRAINING

Unterwasser | Schwimmen

Schwimmen

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Wenn im Schwimmen von Hypoxie gesprochen wird, dann ist damit das Atemmangeltraining gemeint. Es geht dabei um die gezielte und gewollte Mangelversorgung von Sauerstoff im Gewebe, um einerseits den Atemreiz unter Wettkampfbedingungen besser kontrollieren zu können. Auf der anderen Seite schult man damit aber auch das Selbstbewusstsein des Sportlers, mit dieser Mangel- und Stresssituation jederzeit adäquat umgehen zu können.

Tipp: Tasten Sie sich ruhig etwas langsamer an diese Trainingsform heran, wenn sie Ihnen noch nicht bekannt ist.

Einheit der Woche

Gesamtdistanz: 3,5 km

200m

Einschwimmen

8 x 50m

Kraul-Arme mit Pullbuoy auf Technik, Pause: 15-20 s

4 x 100m

TÜ Lagen, Pause: 20 s

8 x 50m

„Anschlagfinish“: 35m GA1 beliebig + 15m HSA Spurt mit Wettkampfanschlag, Pause: 30 s

100m

locker

800m

Pyramide: 50+100+150+200+150+100+50m

Kraul GA1 mit wechselndem Atemrhythmus (3-5-3-7er-Zug), Pause: 20-30 s

100-200m

locker

8 x 100m

15m tauchen + 35m HSA GA2 + 50m Kraul GA1/ReKom, die letzten 10-15m ohne Atmung, Pause: 30-40 s

6 x 50m

Ausschwimmen mit Tauchübungen und beliebiger Pause

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Holger Lüning (48) ist Sportwissenschaftler und Schwimmtrainer mit über 25 Jahren Erfahrung im Hochleistungssport. Als Aktiver schwamm er in der Bundesligamannschaft des EOSC Offenbach, später gewann er im Masterbereich zahlreiche Meistertitel. Lüning ist Dozent in der Trainerausbildung und Autor von Fachbüchern und DVDs.

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