Für die Luft am Ende: Endbeschleunigung

Das Endspurtverhalten spielt im Schwimmen, ganz gleich ob im Becken oder im Freiwasser, eine wichtige Rolle hinsichtlich einer optimalen Renngestaltung. Nur wer am Ende das Tempo hoch halten kann, bleibt in seinen taktischen Möglichkeiten flexibel.

| 7. April 2015 | TRAINING

Kopfsteuerung | Kopfsteuerung

Kopfsteuerung

Foto >Daniel Kopatsch

Das Training mit gezielten Endbeschleunigungen verbessert die Fähigkeit, die Schwimmtechnik trotz steigender Vorermüdung aufrecht erhalten zu können. Ebenso schult es das Gefühl und die Sicherheit, statt eines ineffektivem „Hochziehens“ der Frequenz, weiterhin auf eine saubere Technik zu setzen, um damit die besseren Ergebnisse zu erzielen.

Schwimmen Sie in den Intervallen jeweils dreiviertel der Strecke im moderaten GA1-Bereich, um dann recht schlagartig in den GA2-Bereich zu wechseln. Die letzten fünf Meter vor der Wand dürfen auch noch einmal gesteigert werden, um einen wettkampfähnlichen Anschlag zu simulieren.

Einheit der Woche

Gesamtdistanz: 3,7 km

300m

Einschwimmen

300m

Arme/Beine im beliebigen Wechsel

8x50m

Abstoß von der Wand mit Gleitphase bis zum Stillstand dann Übergang in ganze Lage bis zur 35m-Marke + 15m locker, Pause: 30 s

1.000m

400+300+200+100m: Jeweils 300m/225m/150m/75m Kraul GA1 - GA1/2 + Rest HSA GA2, Pause: 60 s

100m

locker schwimmen als aktive Pause

1.500m

500+400+300+200+100m: mit Paddles (ggf. Pullbuoy und Fußschlaufe), 375m/300m/225m/150m/75m GA1, Rest GA2, Pause: 60s

100-200m

Ausschwimmen

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Holger Lüning | Holger Lüning

Holger Lüning

Foto >privat

Holger Lüning (49) ist Sportwissenschaftler und Schwimmtrainer mit über 25 Jahren Erfahrung im Hochleistungssport. Als Aktiver schwamm er in der Bundesligamannschaft des EOSC Offenbach, später gewann er im Masterbereich zahlreiche Meistertitel. Lüning ist Dozent in der Trainerausbildung und Autor von Fachbüchern und DVDs.