Fartlek: Das Spiel mit dem Tempo

Der Tempowechsel stellt an den Schwimmer immer eine hohe Anforderung. Bei steigendem oder fallendem Tempo müssen Stoffwechsel, Technik, Krafteinsatz und viele andere Dinge koordiniert werden. Grund genug, diese Wechsel als effektives Trainingsmittel zu nutzen.

| 1. Juni 2015 | TRAINING

Reize | Haben Sie den Mut, im Schwimmtraining neue Reize zu setzen.

Haben Sie den Mut, im Schwimmtraining neue Reize zu setzen.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Das sogenannte Fartlek-Training, auch Tempowechsel-Training genannt, gehört zu den anspruchsvollen Aufgaben im Ausdauertraining. Ursprünglich aus der Leichtathletik stammend, hat diese Methode über Jahrzehnte bewährt. Gehen Sie mit dieser Einheit in den aktiven Tempowechsel! Achten Sie auf die strenge Einhaltung der Intensitäts- und Tempobereiche, um den maximalen Nutzen aus diesem Training zu ziehen.

Einheit der Woche

Gesamtdistanz: 3,6 km

200m

Einschwimmen

300m

150 + 100 + 50m: Start wie 200m Lagen ohne Delfin, dann jeweils eine weitere Lagen abziehen, Pause: 20-30 s

300m

Lagen: Wechsel der Lage nach jeweils 12,5, 25 oder 37,5m, Pause: 20-30 s

4 x 100m

Startsprung + 15m Sprint + 75m locker + 10-m-Anschlagsprint, Pause: 30 s

2 x 500m

im Wechsel: 100m Kraul GA1 + 25m HSA GA2, Pause: 45 s

2 x 400m

Kraul GA1 aus jeder 50m-Wende acht Züge Sprint ohne atmen, Pause: 60 s

2 x 300m

Lagen jeweils pro Lage: 25m Beine + 25m 1-armig + 25m ganze Lage tempo, Pause: 40 s

100-200m

Ausschwimmen

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Holger Lüning (49) ist Sportwissenschaftler und Schwimmtrainer mit über 25 Jahren Erfahrung im Hochleistungssport. Als Aktiver schwamm er in der Bundesligamannschaft des EOSC Offenbach, später gewann er im Masterbereich zahlreiche Meistertitel. Lüning ist Dozent in der Trainerausbildung und Autor von Fachbüchern und DVDs.

Holger Lüning | Holger Lüning

Holger Lüning

Foto >privat