So verhindern Sie die Schwimmerschulter

Jeder zweite Schwimmer bekommt irgendwann Probleme mit den Schultern, sagt Margarete Esser. Damit es bei Ihnen gar nicht erst soweit kommt, hat die Physiotherapeutin und Mastersschwimmerin für swim.de effektive Gegenmaßnahmen zusammengestellt.

| 25. September 2017 | TRAINING

Foto >Margarete Esser

Die Schwimmerschulter verhindern

Schuld an der Schwimmerschulter ist fast immer ein Missverhältnis in der Schultermuskulatur. Die Innenrotatoren sind deutlich stärker gefordert als die Außenrotatoren und deshalb kräftiger, sagt Physiotherapeutin Margarete Esser. Das Gleiche gelte für Deltamuskel, Bizeps, Trizeps und Brustmuskulatur, die bei vielen Schwimmern ein Ungleichgewicht zugunsten der vorderen Muskulatur verstärken.

„Dieses Missverhältnis führt dazu, dass der Oberarmkopf nicht mehr richtig zentriert wird und er, relativ gesehen, höher steht", erklärt Esser im swim.de-Interview. "Dies bewirkt eine Enge unter dem Schulterdach, wodurch es zu einer Reizung des dort liegenden Schleimbeutels kommt.“ Die Folge: Schmerzen.

Dehnen, kräftigen, entlasten

Schulterprobleme treten vor allen in Ohasen hoher und intensiver Trainingsumfänge auf. Und wenn kein Ausgleich der weniger beanspruchten Muskulatur erfolgt. Denn genau daran führt für Esser kein Weg vorbei. „Es braucht eine gute Beweglichkeit. Also Dehnübungen, aber immer in Kombination mit einer Kräftigung der weniger genutzten Muskeln, in diesem Fall der Außenrotatoren und der Schulterblattstabilisatoren.“

Auf den folgenden Seiten zeigen Athletinnen von Margarete Esser Übungen, mit der Sie einer Schwimmerschulter vorbeugen können. Beachten Sie dabei:

  • Die Übungen sollten regelmäßig ausgeführt werden, am besten nach dem Training und nach Wettkämpfen.
  • Die Übungen eignen sich nicht zum Warm-up, da die arbeitende Muskulatur durch sie entspannt werden soll.
  • Besonders wichtig ist bei den Übungen mit Gymnastikband der langsame bremsende Rückweg. Physiotherapeuten sagen dazu Dekontraktion.
  • Das Gymnastikband darf nicht zu stark sein, am besten eignen sich "rot“ und „grün“