High-End-Training: Der Strömungskanal

Wenn es um die Verbesserung aerodynamischer Eigenschaften geht, ist die Nutzung eines Windkanals ein unverzichtbares Instrument. Im Schwimmsport macht man sich die Hilfe von Strömungskanälen immer mehr zunutze. Was kann ein Strömungskanal an Erkenntnissen bringen und was bringen günstige Alternativen für den Hausgebrauch?

| 3. April 2014 | TRAINING

Strömungskanal | Strömungskanal im T3 auf Teneriffa.

Strömungskanal im T3 auf Teneriffa.

Foto >Tenerife Top Training

High-End-Training: Der Strömungskanal

Der technologische Fortschritt hält immer mehr Einzug in den Sport und die Entwicklung moderner Sportgeräte. Das komplexeste Sportgerät aber ist und bleibt der Athlet selbst. Für die Optimierung seiner Fähigkeiten gibt es eine Fülle an Instrumentarien zur Leistungsmessung und –optimierung, um möglichst viele an der Leistungserbringung beteiligte Parameter zu erfassen.

Lüning | Holger Lüning

Holger Lüning

In einer Gegenstromanlage ist es möglich, exakte Strömungsgeschwindigkeiten zu erzeugen und Bedingungen vollständig wiederholbar und reproduzierbar zu machen. Anders als im Becken, und vergleichbar zu einem Laufband, wird dem Sportler eine gleichmäßige Geschwindigkeit vorgegeben. Das erlaubt auf der einen Seite eine präzise Ansteuerung der Schwimmgeschwindigkeit, zwängt dem Sportler aber auch eine gegebene Geschwindigkeit auf.

Schwimmen auf der Stelle

Das Schwimmen auf der Stelle ermöglicht den Biomechanikern und Leistungsdiagnostikern eine völlig neue Dimension der Analyse. Moderne Kanäle verfügen über mehrere, fest installierte Kameras innerhalb und außerhalb des Beckens, um die Technik des Sportlers mehrdimensional zu erfassen. Auf diese einzigartige Weise können nicht nur einzelne Fehlerbilder, sondern auch mit dem Ursprungsfehler zusammenhängende Fehlerketten bestimmt werden.

Schließlich wirken beispielsweise mit dem Frontalwiderstand sowie den Verwirbelungen und dem Endsog gleich mehrere Schleppfaktoren auf den Schwimmer ein. Diese hinderlichen Faktoren zu minimieren ist deshalb zu Recht eine der Hauptaufgaben einer Analyse.