Eine effektive Krafteinheit im Wasser

Die Entwicklung schwimmspezifischer Kräfte ist für die Entwicklung der schwimmerischen Leistungsfähigkeit von entscheidender Bedeutung. Nur wenn Sie die Antriebsmuskeln ab und zu unter Trainingsstress versetzen, kommt es zu Anpassungen. Wir zeigen Ihnen, einfach umzusetzende Methoden im Wasser.

| 4. April 2013 | TRAINING

Rücken | Ein starker Rücken kann entzücken. Aber überfordern Sie ihn nicht!

Ein starker Rücken kann entzücken. Aber überfordern Sie ihn nicht!

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Eine effektive Krafteinheit im Wasser

Drei Antriebsmuskeln sind im Schwimmen im Wesentlichen für den Vortrieb zuständig. Das ist der „Zugmuskel“ Latissimus, der Brustmuskel (Pectoralis) und der Trizeps, der die kraftvolle Streckung im Ellenbogengelenk und damit die Effizienz der Druckphase entscheidend prägt.

Weil man diese Muskeln im Wasser nur zu einem begrenzten Intensitätsgrad belasten kann, ist der Kraftraum mittlerweile zur zweiten Trainingsheimat von ambitionierten Schwimmern geworden. Ein großer Teil des Trainings dient heutzutage einem spezialisierten Training der Rumpf- und Antriebsmuskulatur. Kann man beispielsweise an einem Kraftgerät die Gewichte so wählen, dass maximal ein bis zwei Wiederholungen möglich sind, so ist diese Qualität im Wasser nicht zu erreichen. Sie werden es wissen: Auch bei größter Anstrengung können Sie immer noch einige Meter schwimmen oder reduzieren einfach die Geschwindigkeit.

Erhöhung des Widerstands

Der Trainingsreiz an einem Kraftgerät kann deshalb deutlich höher eingestellt werden und führt damit zu enormen Anpassungen, die im Wasser in der Form nicht realisierbar sind. Dennoch hat man auch beim Schwimmtraining die Möglichkeit, über spezifische Methoden sehr hohe Trainingsreize zu realisieren. Und Sie lesen es im Wort „spezifisch“, dass genau die Spezifik im Wasser ihre eigenen Vorteile hat.

Doch kommen wir nun zur Sache und damit auch ins Wasser.

Die künstliche Erhöhung der Widerstände, auch Overload-Training genannt, ist eine exzellente Methode, um das Wassertraining mit neuen Trainingsreizen zu versehen. Und nebenbei machen die Übungen auch sehr viel Spaß, weil man im direkten Anschluss spürt, welche Auswirkungen diese Trainingsformen haben. Sie benötigen dazu einige Hilfsmittel. Die gute Nachricht: Diese Hilfsmittel sind günstig, Sie finden sie bereits jetzt in Ihrem Haushalt. Es kann also direkt losgehen.