Samstag, 25. Mai 2024

Fesselspiele | Kleines Tool, große Wirkung

Darum geht‘s | Beim Training der Arme geben viele Coaches die Anweisung, die Beine ruhig zu halten. Doch das ist leichter gesagt als getan, denn die Beine reagieren fast automatisch mit Ausweichbewegungen auf die Rotation des Rumpfes und jede Bewegung der Arme. Verhindern lässt sich das mit einem Gummiband, das wie eine Fußfessel um die Knöchel fixiert wird. Jetzt halten die Beine wirklich still und Sie müssen stärker arbeiten, um eine hohe Wasserlage zu halten

Wasserlage | Schwimmen Sie Kraul mit Fußfessel, merken Sie sofort, wie es um Ihre Wasserlage bestellt ist. Wahrscheinlich werden Sie zunächst hüftabwärts absinken, sobald jede Bewegung der Beine neutralisiert ist. Mit etwas Übung wird es Ihnen gelingen, Ihren Körperschwerpunkt beim Schwimmen nach vorn zu verlagern und die Beine wieder ins Gleichgewicht zu bringen; Dysbalancen gleichen Sie aus, auch wenn Sie müde werden.

Speedo Das volle Programm: Supersprinter Caeleb Dressel trainiert mit Schnorchel, Pull-Buoy und Fußfessel.

Kraft | Schwimmen mit Fußfessel ist kraftraubend, aber ein effektives Training für die Arm- und Rumpfmuskulatur. Während Oberkörper, Bauch und Po ohnehin gefordert werden, sobald die Beine ausgeschaltet sind, müssen auch die Arme hart für die hohe Wasserlage arbeiten. Schwimmen Sie kurze Distanzen über 25 Meter mit sehr hohem Tempo. Zum Beispiel: 8 x 25 m Sprint (jede Schwimmart 2 x), Pause: 20 s

Fußfessel von Finis
Finis Eine Fußfessel von Hersteller Finis.

Equipment | Gummibänder für das Schwimmtraining gibt es von fast allen Schwimmsportmarken für wenige Euro zu kaufen. Alternativ erfüllen ein alter Fahrradschlauch oder ein Stück Gymnastikband denselben Zweck. Einfach mit einer Schere kürzen und zu einer kleinen Schlaufe knoten, schon ist die Fußfessel Marke Eigenbau fertig.

Einsatz | Die Fußfessel lässt sich wunderbar mit anderen Schwimmtools kombinieren. Das Training der Arme mit Pull-Buoy wird durch die Fußfessel noch effektiver. Auch Paddles und Schnorchel können dabei zum Einsatz kommen.

Peter Jacob
Peter Jacob
Mit sechs hieß es für den kleinen Peter schwimmen lernen - falls er mal ins Wasser fällt. Inzwischen ist er groß und schwimmt immer noch jede Woche. Mal mehr, mal weniger, meistens drinnen und manchmal draußen. Und immer mit viel Spaß und Leidenschaft.

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