Wettkampfanzug Arena Carbon Pro

Spätestens seit den Olympischen Spielen ist der Arena Carbon Pro nicht mehr aus dem Schwimmbecken wegzudenken. Neben der amerikanischen Olympiasiegerin und Weltrekordlerin Rebecca Soni gehören auch deutsche Athleten wie Paul Biedermann, Daniela Schreiber oder Jenny Mensing zu den von Arena geförderten Athleten, die seither auf den Arena Carbon Pro vertrauen. swim hat den Wettkampfanzug getestet.

| 28. September 2012 | MATERIAL

Arena Carbon Pro 1a | Arena Carbon Pro Anzug

Arena Carbon Pro Anzug

Foto >Silke Insel / spomedis

Seit mehr als einem Jahrzehnt arbeitet Arena kontinuierlich an der Entwicklung neuer Technologien. Im Jahr 2012 kommt nun endlich der Powerskin Carbon Pro, der mit seinen integrierten Karbonfasern Muskelkompression mit einer bislang nie dagewesenen Passform kombinieren soll. Aber wie schneidet der Wettkampfanzug im swim-Test ab?

Passform

Bevor man einen Arena Carbon Pro bestellen möchte, sollte zunächst die Größentabelle studiert und anhand dieser die entsprechende Größe gewählt werden. Nur so kann man sichergehen, dass der Anzug optimal sitzt. Beim ersten Anprobieren entsteht dabei zunächst das Gefühl, der Anzug könnte zu klein sein. Aber bereits beim zweiten Mal zieht sich der Carbon Pro deutlich einfacher an, jedoch sollten trotzdem einige Minuten eingeplant werden.

Die Passform des Anzugs überzeugte im Test. Der Carbon Pro liegt eng am Körper, auch die Passform an den Beinen ist dank des aus Silikon gefertigten Beinabschlusses sehr gut. Der enge Sitz der Träger im Schulterbereich ist gewöhnungsbedürftig, wer dies unangenehm empfindet, sollte besser eine Nummer größer bestellen. Bei Modellen mit geschlossenen Rücken kann es zudem vorkommen, dass beim Anziehen Hilfe durch eine weitere Person benötigt wird.

Material

Der Wettkampfanzug aus Kohlenstofffasern (Karbon) zeigte sich im Test als sehr strapazierfähig. Allein durch das Anziehen wird das Material häufig sehr stark beansprucht, nicht selten kommt es vor, dass dadurch Löcher in den Schwimmanzug reißen. Der Carbon Pro ist jedoch gut verarbeitet, verschweißte Nähte sorgen für zusätzlichen Halt.

Die wasserabweisende Oberfläche sorgt für eine verbesserte Gleitfähigkeit sowie einen verringerten Wasserwiderstand. Beim Schwimmen ermöglichen diese Eigenschaften einen erhöhten Auftrieb im Vergleich zu herkömmlichen Badeanzügen.

Das Material ist weiterhin sehr leicht und trocknet schnell. Damit kann der Anzug auch mehrfach an einem Wettkampftag zum Einsatz kommen.

Kompression

Der Arena Carbon Pro verfügt über eine „intelligente“ Muskelkompression, die eine maximale Kompression der stark beanspruchten Muskelgruppen verspricht und dabei trotzdem die Bewegungsfreiheit des Schwimmers erhält.
Diese Kompression macht sich vor allem an den Oberschenkeln bemerkbar. Der Anzug sitzt angenehm eng und sorgt so für mehr Stabilität.

Design

Erstmals überzeugt mit Arena ein Hersteller mit einer großen Farbauswahl bei Wettkampfanzügen. Neben grau und blau ist der Carbon Pro auch in gelb und rot erhältlich und bringt somit endlich Farbe in den Wettkampfalltag. Zudem ist ab Mitte Oktober eine „Limited Olympia Edition“ geplant, mit der unter anderem Rebecca Soni Gold in London gewann. Bei hellen Farben ist der Anzug zusätzlich gestärkt, sodass der Carbon Pro an keiner Stelle durchsichtig ist.

Preis/Leistung

Die unverbindliche Preisempfehlung für den Anzug beträgt 399 Euro. Damit liegt der Arena Carbon Pro in etwa im Preisbereich anderer Markenhersteller. Den Preis rechtfertigt Arena mit der einzigartigen und neuen Technologie, die erstmals bei einem Wettkampfanzug eingesetzt wurde. Trotzdem ein stolzer Preis für einen Schwimmanzug, den sich wohl nicht jeder leisten kann.

Gesamteindruck

Insgesamt überzeugte der Arena Carbon Pro auf ganzer Linie. Neben einem hervorragenden Schwimmgefühl hielt auch das Material dem Test stand und zeigte keine Schwächen. Positiv zu bemerken ist außerdem die große Auswahl an Farben. Abzüge gibt es lediglich beim hohen Preis.

Die Auswahl des Anzuges hängt jedoch stark von den persönlichen Vorlieben und Körperproportionen des Sportlers ab. Deshalb sollte dieser nach Möglichkeit vorher (zumindest an Land) anprobiert und der Sitz getestet werden.

Die Bewertung

Rating

  • Passform5von5
  • Material5von5
  • Kompression5von5
  • Design5von5
  • Preis/Leistung3von5
  • Gesamteindruck4von5