Zweimal EM-Gold für Koch-Rivale Adam Peaty

Am zweiten Wettkampftag der Schwimm-EM in London hat Großbritanniens Schwimmstar Adam Peaty das erste Mal zugeschlagen. Der Brustschwimmer gewann Gold über 100 Meter und mit der Staffel.

| 17. Mai 2016 | AKTUELL

Adam Peaty | Adam Peaty bei der EM 2016 in London.

Adam Peaty bei der EM 2016 in London.

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In 58,36 Sekunden schwamm Peaty die nächste Weltklassezeit und blieb nur 44 Hundertstel über seinem eigenen Weltrekord. Dem 21-Jährigen aus Derby gehören jetzt die vier schnellsten Zeiten über 100 Meter Brust - dabei hat er sich auf die EM noch nicht einmal speziell vorbereitet. In Rio wird der Weg zu Gold wohl nur über den amtierenden Welt- und Europameister führen. Ob es bei den Spielen auch zum Duell mit 200-Meter-Ass Marco Koch kommt, ist noch offen. Allerdings sind beide Athleten extrem spezialisiert auf ihre jeweilige Strecke. Bei der WM in Russland kam Peaty über 200 Meter nicht über Platz 26 hinaus, Koch blieb bei den Deutschen Meisterschaften über 100 Meter über einer Minute.  

Rund eine Stunde nach dem 100-Meter-Finale gewann Peaty erneut Gold. Diesmal verhalf er der britischen Mixedstaffel mit seinem Einsatz zum Titel. Den Rückenpart hatte Christoph Walker-Hebborn noch als Zweiter hinter dem italienischen Startschwimmer beendet. Peaty sorgte dann für die Führung, die Siobhan-Marie O'Connor und Francesca Halsall für das Gast-Quartett nach Hause schwammen. Auch starke 53,20 Sekunden von Schwimm-Diva Federica Pellegrini konnten daran nichts mehr ändern. Italien gewann Silber vor Ungarn.

Hosszu erneut vorn - Forster scheidet aus

Apropos Ungarn. Nach ihrem Sieg gestern über 400 Meter Lagen holte Katinka Hosszu heute über 200 Meter Rücken in 2:07,01 Minuten ihr zweites EM-Gold. Nach dem Verzicht auf die 100 Meter Freistil hat die Vielstarterin noch drei weitere Strecken in London auf dem Programm.

Katinka Hosszu | Katinka Hosszu bejubelt ihren zweiten Sieg in London.

Katinka Hosszu bejubelt ihren zweiten Sieg in London.

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Aus deutscher Sicht verlief der Abend mit einer kleinen Enttäuschung, weil Philipp Forster aus Frankfurt seine Vorlaufleistung im Halbfinale nicht ganz wiederholen konnte. Über 200 Meter Lagen veränderte der 21-Jährige seine Taktik, schwamm Delfin, Rücken und Brust jeweils etwas langsamer als am Morgen und drehte dafür auf der Schlussbahn kräftig auf. Insgesamt reichten 2:01,17 Minuten (Vorlauf: 2:00,89 Minuten) zum elften Platz, den letzten Finalplatz sicherte sich Max Litchfield aus Großbritannien in 2:00,86 Minuten.