Weltrekord durch Brigitte Merten - Gold und Silber für Zwillinge

Masters-Weltmeisterin Brigitte Merten hat die Europameisterschaften in London fast standesgemäß mit einem Weltrekord begonnen. Über einen familiären Doppelsieg jubelten Maren und Anna Spietzack über 200 Meter Lagen.

| 25. Mai 2016 | AKTUELL

EM London | Blick in die Schwimmhalle der EM in London.

Blick in die Schwimmhalle der EM in London.

Foto >London 2016

Erst letztes Jahr wurde die Berlinerin Merten fünffache Masters-Weltmeisterin im russischen Kasan. 2016 wird die Athletin der SG Neukölln 70 Jahre alt und gehört damit in ihrer neuen Altersklasse (70-74) zu den jüngsten Teilnehmerinnen. Klar, dass die vielseitige Schwimmerin, die auch noch Mitglied der Swimming Hall of Fame ist, bei diesen Voraussetzungen in London zu den heißen Titelanwärtern zählt.

Bei ihrem ersten EM-Start distanzierte Merten am Mittwoch dann auch gleich ihre gleichaltrigen Konkurrentinnen über 200 Meter Lagen um rund 50 Meter. Über 48 Sekunden betrug im Ziel ihr Vorsprung auf die Zweitplatzierte Rumänin Anca Ianoli Mitrofan. In 3:10,64 Minuten stellte Merten einen neuen Weltrekord in der AK 70-74 auf. Die bisherige Bestmarke hielt laut FINA-Website die Japanerin Yoshiko Osaki, die 2008 3:13,19 Minuten geschwommen war.

Gold und Silber für Spietzack-Schwestern

Zwar keinen Rekord, dafür ein überragendes Familienergebnis erzielten die Zwillinge Maren und Anna Spietzack vom Swimteam Heddos. Über 200 Meter Lagen ließen die 29-Jährigen aus Heddesheim alle Rivalinnen hinter sich und gewannen Gold und Silber. Im Ziel hatte Maren Spietzack die Nase in 2:24,61 Minuten vorn. Ihre Schwester schwamm 2:27,43 Minuten. Fast hätte es sogar zu einem deutschen Dreifachtriumph gereicht. Der Neckarsulmerin Mattika Fischer fehlten nur elf Hundertstel zur Bronzemedaille. Sie wurde Vierte.