Weltmeisterin Efimova droht lebenslange Sperre

Rund 100 Dopingfälle mit dem seit 1. Januar verbotenen Medikament Meldonium gab es seit Beginn des Jahres. Nun traf es mit Weltmeisterin Julia Efimova erstmals eine prominente Schwimmerin. Als Wiederholungstäterin droht der 23-Jährigen eine lebenslange Sperre.

| 17. März 2016 | AKTUELL

Yuliya Efimova - Weltmeisterin 100 m Brust

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Efimova war bereits von November 2013 bis Februar 2015 gesperrt, nachdem sie bei der Kurzbahn-EM in Herning positiv auf das Steroid Dehydroepiandrosteron (DHEA) getestet worden war. Ihre vier gewonnenen Goldmedaillen musste sie damals zurückgeben. Direkt nach Ablauf der wegen ihrer unüblichen Dauer von 16 Monaten stark umstrittenen Sperre zog die Brustschwimmerin erneut den Argwohn der Konkurrenz auf sich, als sie gleich in ihrem ersten Rennen Weltjahresbestzeit schwamm. Bei der Heim-WM in Kasan schwamm sie anschließend zu Gold über 100 Meter Brust und Bronze über 200 Meter Brust. In einem ZDF-Interview während der Weltmeisterschaften verglich die Russin ihre Sperre mit einem Strafzettel wegen zu schnellen Fahrens.

Nun wurde Efimova Medienberichten zufolge positiv auf das leistungssteigernde Herzmedikament Meldonium getestet. Sie ist damit der vierte Topstar des russischen Sports, der mit dem seit 1. Januar verbotenen Mittel erwischt wurde. Zuvor waren unter anderem Tennis-Ass Maria Scharapowa, Eisschnelllauf-Weltmeister Pawel Kulischnikow und Shorttrack-Olympiasieger Semjon Jelistratow positiv getestet.

Zumindest die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro wird Efimova wohl definitiv verpassen. Als Wiederholungstäterin in Sachen Doping könnte sie sogar lebenslang für Wettkämpfe gesperrt werden.