"Voll, voller, am vollsten"

Eine Woche Mastersschwimmsport auf höchstem Niveau findet am Samstag in Eindhoven mit der Entscheidung im Freiwasserschwimmen ihren Abschluss. Mit über 5.000 gemeldeten Sportlern platzte die 14. Masters-EM zwar teilweise aus allen Nähten. Die Organisatoren wickelten die Wettkämpfe aber professionell und zügig ab.

| 6. September 2013 | AKTUELL

Masters | Schwimmerin bei Masters-EM in Eindhoven.

Schwimmerin bei Masters-EM in Eindhoven.

Foto >EC Masters 2013

Selbst das große Pieter-van-den-Hoogenband-Schwimmstadion konnte den Rekordansturm auf eine Masters-EM kaum bewältigen. Zwar verteilten sich die Aktiven während der Wettkämpfe gut auf die Tribünen und die sonnige Außenanlage. Dennoch gab es Berichten zufolge, immer wieder Engpässe und dichtes Gedränge. Insbesondere im Vorstartbereich und beim Einschwimmen stieß die Anlage an ihre Kapazitätsgrenze. Eng wurde es auch, weil allen Teilnehmern nur eine einzige Mixed-Dusche zur Verfügung stand. "Es ist voll, voller, am vollsten", fasste die in der DSV-Fachsparte Masterssport für Öffentlichkeitsarbeit zuständige Angela Delissen das Gedränge zusammen.

Schwimmstadion | Blick in das Schwimmstadion Pieter van den Hoogenband in Eindhoven.

Blick in das Schwimmstadion Pieter van den Hoogenband in Eindhoven.

Foto >EC Masters 2013

Bei 36 Schwimm-Wettbewerben und bis zu 15 Altersklassen bei Männern und Frauen hatten die Moderatoren im Schwimmstadion alle Hände voll zu tun, den Überblick zu wahren. Wie bei anderen Masters-Veranstaltungen dieser Kategorie, zog sich manche 200-Meter-Strecke über Stunden hin. Kein Wunder, dass die Würdigung von Rekordleistungen des Öfteren knapp ausfiel. Mit lang anhaltendem Applaus wurden dafür stets die ältesten Teilnehmer vom Publikum bedacht. Insgesamt bezeichnete Delissen die Organisation als "professionell und pragmatisch".

Kanalschwimmen am Schlusstag

Für die deutschen Mastersschwimmer verliefen die Wettkämpfe überaus erfolgreich. Kaum eine Siegerehrung ging ohne deutsche Beteiligung über die Bühne. "Die Leistungen sind positiv. Eine absolute Erfolgsgeschichte für die DSV-Masters", sagte Delissen, die sich auch selbst in die Siegerliste eintragen konnte. Der kurzen Anreise sei dank, stellte der Verband mit rund 1.200 Aktiven die größte Delegation der 37 teilnehmenden Nationen.

Über die Veranstalter hatte Delissen fast nur Positives zu sagen. Ein bisschen mehr Rahmenprogramm hätte sich die Hamburgerin gewünscht. "Es ist sehr ruhig. Nach Ende der Wettkämpfe verlassen die Leute das Bad und gehen in ihre Unterkünfte." Den Abschluss der EM bildet am Samstag ein Freiwasserschwimmen über drei Kilometer in einem typisch holländischen Kanal.