Trainingsverbot für Sportschwimmer im Freibad Brixlegg?

Das Freibad Brixlegg in Tirol macht mit einem kuriosen Fall Schlagzeilen: Weil zwei Sportschwimmerinnen außerhalb der Vereinstrainingszeiten im Bad trainierten, wurden sie laut einem Bericht des Tiroler Tagesblatts des Bades verwiesen. Begründung: Der durch das Training verursachte Wellengang störe andere Badegäste.

| 20. Mai 2015 | AKTUELL

Freibad_1 | Winterliche Lufttemperaturen – aber das Wasser im Sonnebad ist angenehme 28,5 Grad warm.

Winterliche Lufttemperaturen – aber das Wasser im Sonnebad ist angenehme 28,5 Grad warm.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Die beiden Frauen, die von der Zeitung interviewt wurden, gaben an, nur „bei nicht zu gutem Wetter und wenn nicht viel los war“ rund eine Stunde in dem 25-Meter-Becken trainiert zu haben. Inzwischen meldete sich auch der Bürgermeister des 2.800-Seelen-Ortes, Rudolf Puecher, zu Wort: Es habe mehrere Beschwerden gegeben. Zudem habe der Schwimmclub fixe Trainingszeiten, wo das Becken für den ‚normalen Schwimmer‘ gesperrt sei. Puecher teilte den beiden Schwimmerinnen in einem Brief mit, dass es „um einen unfallfreien und für alle erholsamen Badeaufenthalt“ ginge und zu beachten sei, „dass das vereinsmäßige Schwimmtraining während der Badezeiten nicht gestattet ist“.

Das Schwimmbad Brixlegg reagierte mit einem Statement auf seiner Facebook-Seite auf den Zeitungsartikel: „Alle Schwimmer – egal ob „Plantscher“, fleißige Mütter und Väter, ältere Generationen, Längenschwimmer oder Sportschwimmer – sind herzlich Willkommen bei uns! Die Bademeister bitten nur darum, bei vollem Betrieb eine Rollwende und das Delfinschwimmen zu unterlassen.“ Man wünsche sich eine friedliche Saison.