SV Würzburg zum dritten Mal deutscher Mannschaftsmeister

Zum dritten Mal nach 1972 und 2009 ist der SV Würzburg 05 deutscher Mannschaftsmeister im Schwimmen. Die Unterfranken setzten sich im Finale vor Gastgeber SG Essen durch. Paul Biedermann verhalf seinem Club zum Aufstieg.

| 8. Februar 2016 | AKTUELL

Sören Meißner | Sören Meißner auf dem Weg zur Titelverteidigung über 1.500 m Freistil

Sören Meißner auf dem Weg zur Titelverteidigung über 1.500 m Freistil

Foto >Daniel Kopatsch

Bis in den Finalabschnitt hinein boten sich die Teams aus Würzburg und Essen ein Kopf-an-Kopf-Duell um den Titel. Vor der Entscheidung am Sonntag mit den letzten 13 von insgesamt 39 Wettkämpfen führten die Süddeutschen hauchdünn mit drei Punkten Vorsprung. Doch dann sorgten der überraschend für Würzburg aufgestellte Olympiateilnehmer Dimitri Colupaev über 200 Meter Freistil (1:46,99 Minuten) und Max Werkmeister über 100 Meter Brust (1:03,18 Minuten) für eine kleine Führung.

1. Bundesliga - Endstand

Platz

Team

Punkte

1

SV Würzburg 05

28.230

2

SG Essen

27.922

3

SV Nikar Heidelberg

27.341

4

SSG Saar Max Ritter

27.313

5

SG Stadtwerke München

27.025

6

SG EWR Rheinhessen-Mainz

26.967

7

Potsdamer SV

26.696

8

SC Magdeburg

26.114

9

SG Neukölln

26.103

10

SG Frankfurt

26.098

11

Wassersportfreunde 98 Hannover

25.787

12

Telekom Post SG Köln

23.741

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Die Essener hielten mit ihren Topschwimmern Hendrik Feldwehr, Christian vom Lehn und Damian Wierling dagegen. Letztlich kamen sie aber nie mehr ganz an den SVW05 heran, der mit seinen Ausdauer-Assen Sören Meißner und Ruwen Straub erwartungsgemäß auf den langen Freistilstrecken punktete. Mit 869 Zählern erzielte Meißner über 1.500 Meter Freistil (14:50,53 Minuten) auch die punktbeste Leistung des Wochenendes. Am Ende gewann Würzburg 05, bei denen Thomas Lurz seit Beginn des Jahres Vereinspräsident ist, mit 308 Punkten Vorsprung auf Essen. Platz drei sicherte sich wie bei den Frauen der SV Nikar Heidelberg mit dem EM-Zweiten Philip Heintz.

Einen Aufreger gab es bei der anschließenden Siegerehrung. Denn die entthronten Potsdamer überreichten den symbolischen Meistergürtel nicht Würzburg, sondern den Schwimmern aus Essen. Damit protestierten sie gegen eine angebliche Söldnermentalität der Würzburger.

Biedermann steigt mit Halle auf

Während die Wassersportfreunde 98 Hannover und Telekom Post SG Köln in die zweite Liga abstiegen, verhalf Weltrekordler Paul Biedermann seinem SV Halle/Saale in seiner vermutlich letzten Saison zur Rückkehr ins Oberhaus. Der Doppel-Weltmeister von 2009 sprang in der zweiten Bundesliga Nord über 100, 200 und 400 Meter Freistil sowie 100 Meter Schmetterling ins Wasser. In der Endabrechnung aller zweiten Ligen platzierten sich die Hallenser auf Platz eins vor der SG Dortmund, der damit ebenfalls der Aufstieg gelang.