Stimmungsvoller Höhepunkt zum Jahresanfang

Ein Blick in den DSV-Terminkalender verrät: Die kommenden Wochen stehen schwimmerisch ganz im Zeichen der DMS, der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft. Landauf landab kämpfen dann fast alle Schwimmvereine der Republik, von der Bezirksliga bis zur Bundesliga, um Punkte und Platzierungen, um den Auf- und gegen den Abstieg.

| 23. Januar 2013 | AKTUELL

EM-Finale 100 m Freistil 17 | Marco Di Carli

Marco Di Carli

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Stimmungsvoller Höhepunkt zum Jahresanfang

Von der Öffentlichkeit kaum bemerkt ist der Deutsche Mannschaftswettbewerb Schwimmen, so der offizielle Name, für viele Schwimmer ein Jahreshöhepunkt. Wird aus dem Individualsport Schwimmen plötzlich ein Teamwettbewerb steigt in vielen Hallen die Stimmung um ein Vielfaches.

In der 1. Bundesliga treten die SG Essen (Frauen) und die SG Frankfurt (Männer) als Titelverteidiger an. Nach dem sogenannten Vorkampf am 26. Januar wird die Meisterrunde der besten sechs Mannschaften zusammengestellt. Diese ringen zwei Wochen später, am 3. Februar in Dortmund, auf der 50-Meter-Bahn um den Titel "Deutscher Mannschaftsmeister".

DMS, das bedeutet alle möglichen 17 Strecken, von 50 bis 1.500 Meter, werden zweimal geschwommen, die erzielten Zeiten in Punkte umgewandelt und addiert. Für die Trainer heißt das Rechnen, Rechnen, Rechnen, denn nicht immer ist die naheliegende Lösung auch die beste. So kann es mit Blick auf die Punkte effektiver sein, seinen 100-Meter-Sprinter mal komplett andere Strecken schwimmen zu lassen.

Für die Topstars ist es die Gelegenheit, sich mal in ungewohnten Disziplinen zu versuchen. So zeigte Paul Biedermann in den vergangenen Jahren, dass er auch ganz passable 50 Meter Brust (28,84 Sekunden/Kurzbahn), 200 Meter Schmetterling (1:59,16 Minuten/Kurzbahn)  und 1.500 Meter Freistil (15:27:65 Minuten/Langbahn) ins Wasser bringt. Britta Steffen war 2012 über 50 und 100 Meter Rücken zu sehen.