„Stellen Normen auf, um uns daran zu messen“

Bundestrainer Henning Lambertz kündigte bei der EM-Nominierung prinzipiell einen harten Kurs an. „Nur wer viermal sauber unter der Norm bleibt, ist sicher dabei“, sagte er in Berlin. Dennoch könnte es Ausnahmen geben.

| 2. Mai 2014 | AKTUELL

DM Schwimmen 2014 - Einschwimmen am Freitag - 20

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Um ein Ticket zur Heim-EM in Berlin (13. bis 24. August) zu ergattern, fordert Lambertz dieses Jahr erstmals vier Normzeiten von seinen Athleten. Sowohl bei der DM als auch beim Überprüfungswettkampf im Juli in Essen müssen jeweils Vor- und Endlaufvorgaben erfüllt werden. In Berlin sind nach dem ersten Tag sechs Schwimmer auf EM-Kurs, für den DSV-Mann ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Auf die Frage, ob es Ausnahmen von diesem Prozedere geben könnte, wenn ein Schwimmer beispielsweise nur drei Zeiten schafft, stellte Lambertz klar: „Wir stellen Normen auf, damit wir uns daran messen können.“ Niemand könne sich darauf verlassen, zur EM zu fahren, wenn nicht alle Erwartungen erfüllt wurden. „Das ist Leistungssport“, so Lambertz.

Allerdings kündigte der DSV-Cheftrainer an, Schwimmer aus dem Perspektivteam gegenüber älteren Athleten gegebenfalls zu bevorzugen. Ob dies bedeute, dass er bei diesen Sportlern im Zweifel ein Auge zudrücken würde, ließ Lambertz offen. Bei der EM darf der DSV in jedem Event bis zu vier Athleten melden.