Starke Staffeln machen Lust auf mehr

Die beiden deutschen Lagen-Staffeln haben am Schlusstag der Weltmeisterschaften in Barcelona die Endläufe am heutigen Abend erreicht. Sowohl die Frauen um Britta Steffen als auch das Männer-Quartett um Steffen Deibler kamen auf Rang acht.

| 4. August 2013 | AKTUELL

DSV Staffel | Deutsche Staffel 4x100 Meter Lagen Vorlauf der Frauen

Deutsche Staffel 4x100 Meter Lagen Vorlauf der Frauen

Foto >Daniel Kopatsch

Die Männer-Staffel, mit Felix Wolf, Hendrik Feldwehr, Steffen Deibler und Dimitri Colupaev im Bestbesetzung angetreten, schwamm 4:34,91 Minuten. Vor allem Rückenschwimmer Wolf zeigte sich gegenüber seinem Start im Einzel deutlich verbessert. Da vier Mannschaften weniger als Sekunde schneller schwammen, ist für das deutsche Quartett im Finale noch Luft nach oben.

Hendrik Feldwehr Staffel | Feldwehr (rechts) und Wolf feuern Schmetterlingschwimmer Deibler an.

Feldwehr (rechts) und Wolf feuern Schmetterlingschwimmer Deibler an.

Foto >Daniel Kopatsch

Allerdings werden dort die Karten traditionell neu gemischt, da einige Nationen ihre Topstars im Vorlauf schonten. Am schnellsten waren einmal mehr die USA in 3:32,72 Minuten, die ohne Superstar Ryan Lochte antraten. Etwas überraschend schied Südafrika trotz zweier Weltmeister im Team (Cameron van der Burgh und Chad le Clos) als Elfter aus.

Graf ersetzt Hocke

Bei den Frauen kam Lisa Graf zu ihrem ersten Einsatz in Barcelona. Die Rückenschwimmerin war als Ersatz für die enttäuschende Selina Hocke eingeflogen worden. "Sie hat ihren Auftrag zu 100 Prozent erfüllt", sagte Bundestrainer Henning Lambertz. "Das war unheimlich stark. Sie schwimmt Bestzeit in einer ganz merkwürdigen Situation." Gemeinsam mit Caroline Ruhnau, Alexandra Wenk und Britta Steffen schwamm das Quartett 4:01,30 Minuten. Auch hier legten die USA in 3:58,66 Minuten die schnellste Zeit vor.

Hinten raus sicherte Schlussschwimmerin Steffen in starken 53,04 Sekunden das Weiterkommen. "Mit der Zeit bin ich zufrieden. Es war ein gutes Rennen von mir", erklärte die Hallenserin. "Es war uns klar, dass die Konkurrenz stark ist. Jeder wird versuchen, sich zu steigern. Und dann gucken wir mal."

Lebherz verpasst mögliches Finale

Pleiten gab es für Yannick Lebherz und Kevin Wedel über 400 Meter Lagen. In 4:16,23 Minuten schied der deutsche Meister Lebherz aus. Mit seiner deutschen Rekordzeit (4:12,47 Minuten), geschwommen im April, wäre er Zweitschnellster der Vorläufe geworden. Wedel blieb in 4:23,18 Minuten sogar sechs Sekunden über seinen deutschen Jahrgangsrekord. Der 19-Jährige wurde bei seiner ersten WM-Teilnahme 21. "Da haben wir uns mehr erhofft und erwartet", kommentierte Lambertz.