Spitzentrainer: Wer kommt, wer bleibt?

Erfolgstrainer Norbert Warnatzsch macht doch weiter. Ursprünglich hatte der 65-Jährige unmittelbar nach den Olympischen Spielen seinen Rücktritt angekündigt, vor ein paar Tagen aber bekannt gegeben, dass er mindestens bis zur EM 2014 in Berlin weitermachen wolle. Doch im Deutschen Schwimm-Verband (DSV) stehen noch weitere Personalentscheidungen an.

| 26. September 2012 | AKTUELL

Warnatzsch | Norbert Warnatzsch

Norbert Warnatzsch

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Allen voran soll die Stelle des Bundestrainers neu besetzt werden. Zum 1. Dezember 2012 sucht der DSV einen Nachfolger für Dirk Lange, der seine Trainertätigkeit Ende 2011 in beidseitigem Einvernehmen beendet hatte. Ein möglicher Kandidat könnte der Essener Bundesstützpunktleiter Henning Lambertz sein. Bereits während der Olympia-Übertragung im ZDF hatte er seine Ambitionen kundgetan: „Ich bin Angestellter des DSV, und wenn man mich in dieser Situation gern sehen würde, würde ich nicht nein sagen."

Nur vier Jahre

Das Problem: Die Anstellung orientiert sich laut Ausschreibung am laufenden Olympiazyklus und „ist zunächst bis 31.12.2016 befristet“. Doch das ist Lambertz zu kurz. „Die Stelle ist für mich völlig uninteressant, wenn sie wie zuletzt auf vier Jahre begrenzt ist. Ich weiß genau, dass ich in vier Jahren nicht so viel bewirken kann“, sagte Lambertz dem SID. Die Bewerbungsfrist läuft am 30. September 2012 ab.

Von Elmshorn nach Magdeburg

Berkhahn | Zog von Elmshorn nach Magdeburg und brachte viele Spitzenschwimmer aus dem Juniorenbereich mit: Bernd Berkhahn

Zog von Elmshorn nach Magdeburg und brachte viele Spitzenschwimmer aus dem Juniorenbereich mit: Bernd Berkhahn

Foto >Sonja Schleutker-Franke / spomedis

Einen neuen Job angenommen hat bereits Bernd Berkhahn. Seit Anfang September ist er vom Swim-Team Elmshorn als Nachwuchstrainer zum SC Magdeburg gewechselt. Mit Rob Muffels, Lena-Sophie Bermel, Finnia und Annika Wunram sowie Hendrik Rijkens bringt er gleich mehrere Spitzenschwimmer aus dem Juniorenbereich vom Swim-Team Elmshorn mit. „In Magdeburg haben wir optimale Trainingsbedingungen, um Leistungsschwimmen und Schule zu kombinieren“, begründet der 41-Jährige seinen Wechsel.