Silber für Philip Heintz beim Lagen-Tiki-Taka

So wünscht man sich als Schwimm-Fan ein spannendes Lagenrennen – bis auf das Ende vielleicht. Ständig wechselten beim Erfolg von Seriensieger Laszlo Cseh die Positionen. Philip Heintz holte Silber.

| 20. August 2014 | AKTUELL

Anschlag 200 m Lagen

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Was für ein Rennen. Zwei Minuten lang wechselten die Position an der Spitze hin und her wie zu besten Zeiten die Bälle in den Reihen der spanischen Nationalmannschaft. In 1:58,10 Minuten machte Cseh den fünften EM-Triumph infolge über diese Strecke perfekt, mit 0.07 Sekunden Vorsprung auf den Heidelberger Heintz. Bronze gewann Roberto Pavoni, der Hamburger Markus Deibler wurde Vierter.

200 Meter Lagen, Männer

Platz

Name

Delfin

Rücken

Brust

Freistil

Gesamt

1

Laszlo Cseh (HUN)

25,31

29,08

34,71

29,00

1:58,10

2

Philip Heintz (GER)

25,39

29,73

34,65

28,40

1:58,17

3

Roberto Pavoni (GBR)

25,80

29,63

34,11

28,68

1:58,22

4

Markus Deibler (GER)

25,21

30,67

33,16

29,25

1:59,29

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Die Einzelanalyse

Laszlo Cseh, Gold
Seit 2006 hat der Ungar alle EM-Titel abgeräumt. Nach der Rückenstrecke lag Cseh das erste Mal in Führung, über Brust fiel er jedoch hinter Deibler zurück. Auf der Schlussbahn schwamm Cseh an die Spitze, musste sich dann aber die schnelleren Heintz und Pavoni vom Leib halten. Mit Erfolg.

Philip Heintz, Silber
Im Dezember schwamm der 23-Jährige in Dänemark zum EM-Titel auf der Kurzbahn. Eine Eintagsfliege? Mitnichten. Heintz schwamm von Beginn an vorne mit, flog nur auf der Brustdistanz aus den Medaillenrängen. Mit der zweitschnellsten Schlussbahn holte Heintz noch einmal auf und schwamm an Deibler und Pavoni vorbei zu Silber.

Roberto Pavoni, Bronze
Der Brite mit dem italienischen Namen war immer mitten drin, aber nie ganz vorn. Von Rang fünf arbeitete sich der 23-Jährige nach der Schmetterlingsstrecke vor aufs Podest. Am Ende griff er sogar nach Gold, doch Heintz und Cseh waren schneller.

Markus Deibler, 4.Platz
Der Olympia-Achte machte von Beginn an Druck, schwamm die ersten 50 schneller als die Delfin-Spezialisten Cseh und Heintz. Über Rücken fiel er mit der langsamsten Zeit aller Finalisten auf Rang vier zurück, nur um danach mit dem schnellsten Brust-Split zu glänzen und erneut die Führung zu übernahmen. Im Schlusssprint fehlten ein paar Körner zur Medaille.