Schwimm-Weltmeisterin Efimova unter Doping-Verdacht

Die russische Weltrekordlerin Julia Efimova hat laut russischen Medien eine positive Dopingprobe abgegeben. Der 21-Jährigen drohe eine zweijährige Sperre, heißt es. Von offizieller Seite liegt noch keine Bestätigung vor.

| 17. Januar 2014 | AKTUELL

Yuliya Efimova | Yuliya Efimova 50 Meter Brust der Frauen Vorlauf

Yuliya Efimova 50 Meter Brust der Frauen Vorlauf

Foto >Daniel Kopatsch

Wie unter anderem Reuters berichtet, veröffentlichte die Moskauer Tageszeitung Wedomosti am Freitag einen Bericht, laut dem in einer Probe Efimovas das Steroid DHEA gefunden worden sein soll. Die Brustschwimmerin, so wird berichtet, habe die Probe im Oktober, rund zwei Monate nach der Schwimm-WM in Barcelona abgegeben, bei der sie zwei Goldmedaillen gewann. Laut dem Artikel hat die Olympia-Dritte von London die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln eingeräumt. Ihr drohe eine zweijährige Wettkampfsperre.

Russlands Sportminister kritisierte die Veröffentlichung durch das Moskauer Blatt. „Solche Informationen sollten erst nach der Bekanntgabe durch die zuständige Disziplinarkommission publik gemacht werden“, sagte er laut Reuters der russischen Nachrichtenagentur R-Sport. Nikita Kamaev von der russischen Anti-Doping-Agentur erklärte: "Wir haben bisher keine Informationen über eine mögliche Disqualifikation Efimovas erhalten.“

Efimova wäre die vierte überführte russische Schwimmerin seit den Olympischen Spielen 2012. Zuvor wurden Ekaterina Andreeva, Natalia Lovtsova und Ksenia Moskvina positiv getestet.

Juliya Efimova | Julia Efimova jubelt nach ihrem Weltrekord im WM-Vorlauf über 50 Meter Brust. Ende holte sie Gold.

Julia Efimova jubelt nach ihrem Weltrekord im WM-Vorlauf über 50 Meter Brust. Ende holte sie Gold.

Foto >Daniel Kopatsch