Olympiasiegerin Kylie Palmer positiv getestet

Die australische Staffel-Olympiasiegerin Kylie Palmer ist wegen eines positiven Dopingtests aus dem WM-Team zurückgetreten. Kurios: Die Probe wurde bereits 2013 entnommen, der Fall aber zunächst nicht weiter verfolgt.

| 19. Juni 2015 | AKTUELL

Kylie Palmer | Kylie Palmer bei der Siegerehrung der 4 x 200 Meter Freistilstaffel bei den Olympischen Spielen 2012. Australien holte Silber.

Kylie Palmer bei der Siegerehrung der 4 x 200 Meter Freistilstaffel bei den Olympischen Spielen 2012. Australien holte Silber.

Foto >Frank Wechsel (spomedis)

Laut einer Mitteilung des Weltschwimmverbands FINA wurde Palmer bereits während der Weltmeisterschaften 2013 in Barcelona getestet. Jedoch seien die positiven Werte damals so gering gewesen, dass der Verband kein Verfahren gegen die Sportlerin einleitete. Dies ordnete jetzt aber die Welt-Anti-Dopingagentur WADA an, die sich Anfang des Jahres des Falles annahm.

Welche Substanz bei Palmer gefunden wurde, ist bisher nicht bekannt. Auch nicht, wie weit entsprechende Grenzwerte überschritten wurden. Die 25 Jahre alte Kraulschwimmerin kann sich die positive Probe nicht erklären. "Sie hat keine Ahnung, wie die verbotene Substanz in ihren Körper gelangt ist", teilte der australische Schwimmverband mit. "Kylie wird aber weiter ihren Traum verfolgen, für Australien an den Olympischen Spielen in Rio teilzunehmen."

Zusammen mit Stephanie Rice, Bronte Barratt und Linda Mackenzie hatte Palmer in Peking Olympiagold mit der 4x200-Meter-Freistilstaffel geholt. In 7:44,31 Minuten unterbot das Quartett den damals bestehenden Weltrekord der USA um fast sechs Sekunden. In London gewann Palmer mit der Staffel Silber.