Nationenregel bringt 100-Meter-Stars zu Fall

Die 100 Meter Freistil der Männer gehen bei der EM in Berlin ohne Titelverteidiger Filippo Magnini weiter. Weil zwei Italiener schneller schwammen, war im Vorlauf Schluss für den 32-Jährigen. Das gleiche Schicksal ereilte Vladimir Morozow.

| 21. August 2014 | AKTUELL

Filippo Magnini - Vorlauf 100 m Freistil | Filippo Magnini im Vorlauf über 100 Meter Freistil bei der Schwimm-WM 2014 in Berlin

Filippo Magnini im Vorlauf über 100 Meter Freistil bei der Schwimm-WM 2014 in Berlin

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Laut Reglement sind in den Vorläufen vier Athleten pro Nation startberechtigt. In die nächste Runde einziehen dürfen aber nur zwei. Damit will der europäische Schwimmverband erreichen, dass möglichst viele Schwimmer verschiedener Länder in den Finals vertreten sind.

Über 100 Meter Freistil führte das dazu, dass selbst der Brite Benjamin Proud (Platz 22 im Vorlauf) in die Runde der letzten 16 einzog. Magnini (Platz 13) und dessen Landsmann Marco Orsi, der in 48,94 Sekunden sogar die sechstschnellste Zeit hinlegte, müssen dagegen die Segel streichen. Weiter sind aus Italien die Vorlaufschnellsten Luca Leonardi und Luca Dotto (48,66 und 48,86 Sekunden).

Auch die russischen Sprinter beförderten sich untereinander ins Aus. Hier traf es mit Kurzbahn-Europameister Vladimir Morozow den Topstar der Mannschaft. Selbst  eine schnellere Zeit als die des einzigen deutschen Teilnehmer Markus Deibler genügte Morozow  für die nächste Runde nicht. Der Hamburger Deibler, gestern Vierter über 200 Meter Lagen, steht dagegen in 49,19 Sekunden im Halbfinale. Der deutsche Meister Paul Biedermann verzichtete auf das Rennen, um sich auf die Staffeln zu konzentrieren, wie es vom DSV heißt.