Michael Groß als dritter Schwimmer in Hall of Fame

Rund 30 Jahre nach seinen größten Erfolgen wird Michael Groß zusammen mit vier weiteren Olympiasiegern sowie Bundestrainer Joachim Löw in die Hall of Fame des deutschen Sports aufgenommen. Die Ruhmeshalle umfasst damit 86 Personen.

| 9. September 2015 | AKTUELL

Michael Groß | Michael Groß führt 2013 Siegerehrungen beim DMSJ-Finale in Freiburg durch.

Michael Groß führt 2013 Siegerehrungen beim DMSJ-Finale in Freiburg durch.

Foto >Sieglind Schächtele, SSV Freiburg

Endlich, sagen die einen. Besser spät als nie, die anderen: Am 12. September erfolgt Groß' feierliche Aufnahme im Rahmen der Verleihung der Goldenen Sportpyramide in Hamburg. Neben dem dreifachen Goldmedaillengewinner der Spiele 1984 (100 m Schmetterling und 200 m Freistil) und 1988 (200 m Schmetterling) sowie Weltmeister-Trainer Löw werden Hans-Georg Aschenbach (Skispringen), Boris Becker und Michael Stich (Tennis) und Anja Fichtel (Fechten 1988) ebenfalls in die deutsche Hall of Fame aufgenommen. Dies teilte der Deutsche Olympische Sportbund mit.

Die Vorschläge für die Wahl werden gemeinsam vom Deutschen Olympischen Sportbund, dem Verband Deutscher Sportjournalisten und der Deutschen Sporthilfe erstellt. In der 67-köpfigen Jury haben unter anderem alle lebenden Mitglieder der Hall of Fame Sitz und Stimme. Die virtuelle Ruhmeshalle wurde 2008 ins Leben gerufen, um Menschen zu ehren, "die durch ihren Erfolg im Wettkampf oder durch ihren Einsatz für Sport und Gesellschaft Geschichte geschrieben haben".

Groß wird als dritter Schwimmsportler nach Erich Rademacher (Olympiasieger 1928) und Roland Matthes (Olympiasieger 1968 und 1972) der Hall of Fame angehören. Der "Albatros" holte in seiner Karriere sechs olympische Medaillen und wurde fünfmal Weltmeister. Seine 1:56,24 Minuten über 200 Meter Schmetterling sind seit 1986 deutscher Rekord.