Hosszu und Detti holen erste Titel in London

Bei den Schwimm-Europameisterschaften in London haben die Wettbewerbe der Schwimmer mit vier Medaillen-Entscheidungen begonnen. Gabriele Detti aus Italien und die Ungarin Katinka Hosszu sicherten sich am Pfingstmontag die ersten Einzel-Goldmedaillen.

| 16. Mai 2016 | AKTUELL

Katinka Hosszu - Finale 200 m Lagen-4

Foto >Frank Wechsel / spomedis

In der umgebauten Olympiaschwimmhalle von 2012 entschied Detti das Rennen über 400 Meter Freistil für sich. In 3:44,01 Minuten setzte sich der 21-Jährige souverän vor dem Norweger Henrik Christiansen durch, der 3:46,49 Minuten benötigte. Dritter wurde Peter Bernek aus Ungarn in 3:46,81 Minuten. Der bei der SG Neukölln trainierende Österreicher Felix Auböck verpasste als Vierter die Bronzemedaille nur um sieben Hundertstelsekunden. Titelverteidiger Velimir Stjepanovic, der vor zwei Jahren in Berlin noch Paul Biedermann auf den Silberrang verweisen konnte, wurde nur Sechster.

Bei den Frauen fiel die erste Entscheidung über 400 Meter Lagen. Katinka Hosszu wurde dabei ihrer Favoritenrolle gerecht und dominierte das Finale vom Start weg. In 4:30,90 Minuten blieb die Vielstarterin, die in London sechs Medaillen anpeilt, 1,01 Sekunden über ihrem eigenen Europarekord. Mit deutlichem Rückstand auf Hosszu gewann Lokalmatadorin Hannah Miley (4:35,27 Minuten) Silber vor Zsuzsanna Jakabos (4:38,39 Minuten).

Wolters einzige Starterin aus Deutschland

Keine Überraschungen gab es über 4 x 100 Meter Freistil. Während sich bei den Frauen die favorisierten Niederländerinnen um Ranomi Kromowidjojo in 3:33,80 Minuten mit vier Sekunden Vorsprung durchsetzten, hatten die ebenfalls favorisierten Männer aus Frankreich deutlich mehr Mühe, die Goldmedaille unter Dach und Fach zu bringen. Am Ende setzte sich das Team um Olympiasieger Florent Manaudou in 3:13,48 Minuten vor Italien und Belgien durch. Bei den Frauen schwamm Federica Pellegrini das italienische Quartett als Schlussschwimmerin noch vor auf Rang zwei. Bronze gewannen die Schwedinnen.

Deutsche Schwimmer waren am ersten Wettkampftag nicht in den Finals vertreten. Einzig die Hamburgerin Maxine Wolters schwamm am Abend im Halbfinale über 200 Meter Rücken. In ordentlichen 2:12,55 Minuten verpasste die 16-Jährige das Finale um 0,84 Sekunden und wurde 14.

Maxine Wolters | Maxine Wolters erreichte bei ihrer ersten EM das Halbfinale über 200 Meter Rücken.

Maxine Wolters erreichte bei ihrer ersten EM das Halbfinale über 200 Meter Rücken.

Foto >Peter Jacob / swim.de