Grant Hackett gewinnt erstes Rennen

Fast sieben Jahre nach seinem letzten Rennen hat Olympiasieger Grant Hackett ein vielversprechendes Comeback gegeben. Der 34-jährige Australier will sich für die Olympischen Spiele 2016 qualifizieren.

| 16. März 2015 | AKTUELL

20040821-park 031 | Grant Hackett bei seinem zweiten Olympiasieg über 1.500 Meter Freistil in Athen 2004.

Grant Hackett bei seinem zweiten Olympiasieg über 1.500 Meter Freistil in Athen 2004.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

In Brisbane nahm der Ausnahmeschwimmer die 100, 200 und 400 Meter Freistil ins Visier. Gleich in seinem ersten Rennen, den 400 Metern, brachte er in 3:55,68 Minuten eine Zeit ins Wasser, die bei den Australischen Meisterschaften im vergangenen Jahr fürs Finale gereicht hätte.

"Es fühlte sich gar nicht so anders an als vor sieben Jahren", sagte Hackett nach seinem Sieg der Zeitung "The Australien". Zu Beginn des Jahrtausends hatte er gemeinsam mit Ian Thorpe für die großen Erfolge des australischen Schwimmsports gesorgt und den US-Amerikanern Paroli geboten. Bei Olympia in Peking war der Freistilspezialist im August 2008 über 1.500 Meter zur Silbermedaille geschwommen. Anschließend hatte er seine erfolgreiche Karriere im Alter von 28 Jahren für beendet erklärt. In Sydney, Athen und Peking hatte er bis dahin dreimal Gold und dreimal Silber geholt.

Jetzt kommt der Bonus

In Brisbane wagte sich Hacktett nun nach sechs Monaten Vorbereitung erstmals wieder ins Wettkampfbecken. Auch mit seinen zweiten Plätzen über 100 Meter (51,38 Sekunden) und 200 Meter Freistil (1:50,68 Minuten) war er zufrieden. "Ich brauche diese Rennen, um mich abzuhärten", erklärte der Zwei-Meter-Mann, der noch immer die Kurzbahn-Weltrekorde über 800 und 1.500 Meter Freistil hält. Seinen Langbahn-Weltrekord über 1.500 Meter musste er 2011 an den Chinesen Yang Sun abtreten.

Als nächstes peilt Hackett im April die Trials in Sydney (3. bis 10. April) an. Dort könnte er sich für das australische WM-Team qualifizieren. "Ich habe noch jede Menge Verbesserungspotenzial in mir und darauf werde ich mich konzentrieren", sagte Hackett. Verbissen sei er aber nicht. "Ich hatte meine Karriere. Alles was jetzt kommt ist Bonus"