FINA bestätigt Aufhebung von Efimova-Sperre

Der Weltschwimmverband hat die Aufhebung der provisorischen Sperre gegen die russische Weltmeisterin Julia Efimova bestätigt. Die FINA beruft sich bei ihrer Entscheidung auf eine Empfehlung der Welt-Anti-Doping Agentur WADA.

| 23. Mai 2016 | AKTUELL

Yuliya Efimova | Yuliya Efimova 50 Meter Brust der Frauen Vorlauf

Yuliya Efimova 50 Meter Brust der Frauen Vorlauf

Foto >Daniel Kopatsch

Bei einer Dopingkontrolle Anfang des Jahres war bei Efimova das seit 1. Januar verbotene Herzmedikament Meldonium nachgewiesen worden. Die aktuelle Weltmeisterin über 100 Meter Brust und Olympia-Dritte über 200 Meter Brust war daraufhin von der FINA vorläufig gesperrt worden. Ähnlich erging es über 100 weiteren Athleten aus unterschiedlichen Sportarten, die größtenteils aus Russland und anderen osteuropäischen Staaten stammen, weil das Medikament nur in dieser Region vertrieben wurde.

Viele Sportler hatten argumentiert, 2016 positiv getestet worden zu sein, obwohl sie das Medikament zuletzt im letzten Jahr eingenommen hätten. Weil bis heute unklar ist, wie lange Meldonium im Körper nachweisbar ist, hat die WADA neue Untersuchungen angekündigt. Der FINA empfahlen die Antidopingkämpfer deshalb, die Suspendierung Efimovas aufzuheben. Dies war bereits vor dem Wochenende bekannt geworden, die offizielle Bestätigung durch die FINA folgte aber erst Sonntag.

Der Fall ist damit aber nicht abgeschlossen, teilte die FINA mit. Je nachdem, was die weiteren WADA-Tests ergeben, soll über das weitere Vorgehen entschieden werden. Efimova war bereits wegen Dopings gesperrt. Als Wiederholungstäterin droht ihr eine lebenslange Sperre. Allen Anschuldigungen zum Trotz hat der russische Schwimmerverband die 24-Jährige bereits vor Wochen für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro nominiert.