Ex-Schwimmstar Geoff Huegill mit Kokain erwischt

Nach Ian Thorpe und Grant Hackett steht in Australien der nächste Ex-Schwimmstar vor großen persönlichen Problemen. Mehreren Medienberichten nach wurde der dreifache Weltmeister Geoff Huegill in Sydney mit Kokain erwischt.

| 28. April 2014 | AKTUELL

Geoff Huegill | Geoff Huegill holt 2011 WM Bronze über 50 Meter Scchmetterling.

Geoff Huegill holt 2011 WM Bronze über 50 Meter Scchmetterling.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Laut Sportinformationsdienst SID berichteten mehrere australische Medien, dass Huegill und seine Ehefrau während eines Pferderennens von der Polizei abgeführt worden seien. Im offiziellen Bericht der Polizei des Bundesstaates New South Wales ist ist von einem 35-Jährigen die Rede, bei dem ein "weißes Pulver gefunden wurde, bei dem es sich wohl um Kokain handelt".

Unter anderem die Zeitungen Sydney Morning Herald und Daily Telegraph stützen sich nach SID-Angaben auf Augenzeugen, dass es sich dabei um Huegill gehandelt habe. Der ehemalige Schwimmstar gehörte zwischen 2000 und 2011 zu den besten Sprintern der Welt. Bei den Olympischen Spielen 2000 gewann er zwei Medaillen. Außerdem hielt er mehrere Jahre den Weltrekord über 50 Meter Schmetterling.

van Almsick: "Man muss normal bleiben"

Bestätigt sich der Verdacht, würde sich Huegill nahtlos in die Serie australischer Ex-Schwimmer einreihen, die nach dem Karriereende Probleme hatten, in einen geregelten Alttag überzugehen. So wurde der fünffache Olympiasieger Ian Thorpe mehrfach wegen Alkoholmissbrauchs und Depressionen behandelt. Langstrecken-Ass Grant Hackett absolvierte einen Entzug wegen seiner Tablettensucht.

Auf die Schicksale der beiden Australier und auch das von Sandra Völker angesprochen, sagte Franziska van Almsick vor kurzem dem Deutschlandfunk: "Thorpe und Hackett hatten in Australien Popstarstatus. Mit dem Druck muss man erstmal umgehen. Da braucht man eine Familie oder jemanden, die einen hält, sonst verliert man schnell den Boden unter den Füßen. Man muss normal bleiben können. Auch wenn einem niemand mehr zujubelt."