DSV ohne Bundestrainer zu Olympia

Dirk Lange ist als Bundestrainer des Deutschen Schwimm-Verbands entmachtet. Bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal am vergangenen Wochenende stand er nicht mehr am Beckenrand. Über einen Nachfolger will der DSV erst nach den Olympischen Spielen entscheiden – und setzt bis dahin auf eine Teamlösung.

| 1. Dezember 2011 | AKTUELL

5063e62ee1f6b95154014193d73c022d.jpg | Dirk Lange (Bundestrainer Schwimmen)

Dirk Lange (Bundestrainer Schwimmen)

Foto >Frank Wechsel / spomedis

"Die Stützpunkttrainer werden mehr Verantwortung übernehmen", verriet Frank Embacher, Heimtrainer von Weltrekordhalter Paul Biedermann und Leiter des Bundesstützpunktes in Halle/Saale, am Rande der Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Wuppertal am vergangenen Wochenende. "Wir werden die Aufgaben so aufteilen, dass wir auch 2012 erfolgreich sein werden."

Um dies zu gewährleisten, wird der Essener Stützpunkttrainer Henning Lambertz auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in London für die Brustschwimmer und die Lagenstaffeln zuständig sein. Der Berliner Norbert Warnatzsch, Heimtrainer von Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen, soll ebenfalls mit mehr Kompetenzen ausgestattet werden.

Die Arbeit der Stützpunkttrainer soll von DSV-Leistungssportdirektor Lutz Buschkow und dem Bundestrainer Diagnostik, Markus Buck, koordiniert werden.

Athleten ohne Sorge

Ohne Bundestrainer zu Olympia: Paul Biedermann sieht das gelassen. "Mein Heimtrainer ist mein wichtigster Ansprechpartner", sagte er in Wuppertal. Dem stimmte auch seine Teamkollegin Daniel Schreiber zu: "Für uns ist das egal", so die WM-Dritte mit der 4 x 100 Meter Lagenstaffel.

Lange verhandelt derzeit mit dem DSV über eine Abfindung.