Dirk Lange: "Zwei Medaillen sind der Aufgalopp, den wir uns erhofft hatten"

Je zweimal Gold, Silber und Bronze sind das Ziel des Deutschen Schwimmverbands bei den Weltmeisterschaften 2011 in Shanghai. Die beiden Bronzemedaillen gab es gleich am ersten Tag. Ein guter Start? swim.de hat Bundestrainer Dirk Lange gefragt.

| 24. Juli 2011 | AKTUELL

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Dirk Lange (Bundestrainer Schwimmen)

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Dirk Lange, die deutschen Schwimmer haben aus den ersten vier Finalentscheidungen zwei Medaillen mitgebracht. Wie fällt das Fazit des Bundestrainers am ersten Tag der Weltmeisterschaften aus?

Ein Aufgalopp mit zwei Medaillen - das ist genau das, was wir uns erhofft hatten. Wir hätten durchaus auch mit einer Medaille leben können - wir sind hier immerhin bei einer Weltmeisterschaft, wo es darum geht, auf den Punkt genau die Leistungs zu bringen.

Das DSV-Team ist also schon über dem Soll?

Mit zwei Medaillen sind wir gut gestartet, mal sehen, wie es weiterläuft. Ich hoffe natürlich jeden Tag auf zwei Medaillen - na ja, das war ein kleiner Witz.

Gab es am ersten Tag große Überraschungen aus der Sicht des Bundestrainers?

Nein, keine Überraschungen.

Und Enttäuschungen?

Da gab es sicher die eine oder andere Leistung, die noch nicht ganz vorn war. Aber selbst die, die sich nicht qualifiziert haben für ein Halbfinale, waren nicht unbedingt schlecht. Wie zum Beispiel Sina Sutter, die ist eine persönliche Bestzeit geschwommen und hat das Halbfinale nur ganz knapp verpasst. Auch ein Hendrik Feldwehr hat in seinem Halbfinale wieder die gute Leistung der Deutschen Meisterschaften gebracht. Ich erwarte aber von Christian vom Lehn über 200 Meter Brust deutlich mehr, weil das auch seine Hauptstrecke ist.

Wie beurteilen Sie das Abschneiden der Staffeln? Die Frauen holten Bronze, die Männer wurden Siebte.

Die Staffelwettbewerbe habe für uns gut angefangen mit den 4 x 100 Metern Freistil der Damen, mehr als der dritte Platz war da nicht drin. Es war aber auch sehr gut, dass wir es geschafft haben, die Chinesinnen in die Schranken zu weisen. Eine chinesische Mannschaft in China zu schlagen ist nicht so einfach.

Die Herren sprechen Sie gar nicht erst an?

Unsere Herren konnten dem Druck nicht standhalten.