Deutschlands Masters-Wettkampf Nummer eins

Innerhalb weniger Jahre haben sich die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften (DKM) zum beliebtesten Masters-Event in Deutschland entwickelt. Die Zahl der Teilnehmer in Essen war beeindruckend, die rekordverdächtigen Meldezahlen sind eine Herausforderung für Veranstalter und Ausrichter. Hier ist zunehmende Professionalität gefragt.

| 2. Dezember 2013 | AKTUELL

DKM 2013  SPIEGELVERKEHRT | Deutsche Kurzbahnmeisterschaften Schwimmen der Masters 2013 im Essener Hauptbad: Start der AK 50 über 50 Meter Schmetterling mit Michael Vahldiek (unten) und Dirk Szymkowiak (oben) ACHTUNG: spiegelverkehrt!!!!!!!!!

Deutsche Kurzbahnmeisterschaften Schwimmen der Masters 2013 im Essener Hauptbad: Start der AK 50 über 50 Meter Schmetterling mit Michael Vahldiek (unten) und Dirk Szymkowiak (oben) ACHTUNG: spiegelverkehrt!!!!!!!!!

Foto >Angela Delissen

Deutschlands Masters-Wettkampf Nummer eins

1.245 Athleten aus allen deutschen Bundesländern wollten bei der vierten Auflage der Titelkämpfe in Essen dabei sein. Für 3.648 Einzel- und 425 Staffelstarts gaben die Athleten im Alter zwischen 20 und 85 Jahren ab. So viele Teilnehmer, so viele Starts gab es noch nie.

DKM, Meldezahlen 2010-2013

Jahr

Ort

Teilnehmer

Meldungen (Einzel+Staffel)

2010

Bremen

955

3.127

2011

Berlin

1.175

3.904

2012

Freiburg

862

3.236

2013

Essen

1.245

4.073

2014

Bremen

1.037

3.637

2015

Freiburg

922

3.695

2016

Hannover

1.230

4.470

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Die DKM ist bei Zahlen angelangt, die sogar die bislang größte deutsche Mastersveranstaltung, die DM „Kurze Strecken“ im Sommer übertreffen. „Die Leute lieben die kurze Bahn“, fasst es Isolde König, Referentin für Mastersschwimmen im Deutschen Schwimmverband, zusammen. „Wir haben Zuwachs bei den ganz Jungen, aber auch in den Altersklassen 75 und 80 sind so viele Meldungen eingegangen, dass mehrere Läufe gesetzt wurden.“ Auch das Interesse an den Staffelrennen wächst weiter, die DKM ist ein Happening für Mastersteams.

DKM 2013 | Glück für die Herren: Weil mehr Männer als Frauen meldeten, durften sie an zwei von drei Tagen im Haupt-Wettkampfbecken schwimmen.

Glück für die Herren: Weil mehr Männer als Frauen meldeten, durften sie an zwei von drei Tagen im Haupt-Wettkampfbecken schwimmen.

Foto >Angela Delissen

Reibungsloser Ablauf beim Mega-Event

Wettkampfstätte in diesem Jahr war das Essener Hauptbad. Fünfmal war das altehrwürdige Schwimmbad bereits Austragungsstätte der DKM Offene Klasse. Das Wettkampfbecken gilt als sehr schnell, es verfügt über elektronische Zeitmessung an Start und Wenden, leider fehlen moderne Startblöcke. Für Athleten und Zuschauer gibt es eine große Tribüne. Das kleinere Becken mit fünf Bahnen, ideal fürs Ein- und Ausschwimmen, wurde wegen der hohen Meldezahlen als zweites Wettkampfbecken eingerichtet. Eigens angefertigte Bleche wurden angebracht, um die Treppenbereiche auf der Wendenseite zu begradigen. Leider waren sie sehr glatt, und man rutschte bei der Wende leicht ab. Elektronische Zeitmessung war nur auf der Startseite eingerichtet. Das Licht in der kleinen Halle war spärlich und diffus.

Die Frauen hatten das Los zu tragen, zwei Tage lang unter bescheidenen Bedingungen ihre Wettkämpfe auszutragen, da sie insgesamt weniger Meldungen zählten. Aufgefangen wurde die Stimmung sicherlich dadurch, dass die Organisatoren, Kampfrichter und Helfer besonders freundlich und hilfsbereit waren und die Abwicklung der Wettkämpfe in den zwei Becken perfekt umgesetzt wurde. Das Protokollteam lieferte die Ergebnisse schnell und verlässlich, die Siegerehrungen wurden reibungslos wie selten abgewickelt. Auch das Online-Ergebnisportal wurde gelobt. All dies führte dazu, dass die Stimmung der teilnehmenden Masters schließlich sehr gut war.