Deibler und Hentke im Halbfinale

Markus Deibler und Franziska Hentke haben bei der WM in Barcelona die Halbfinals erreicht. Dem Hamburger Deibler gelang am Morgen die achtschnellste Zeit in den Vorläufen über 200 Meter Lagen. Hentke wurde Neunte über 200 Meter Schmetterling.

| 31. Juli 2013 | AKTUELL

Markus Deibler | Markus Deibler 200 Meter Lagen Maenner Vorlauf

Markus Deibler 200 Meter Lagen Maenner Vorlauf

Foto >Daniel Kopatsch

Hentke schwamm überzeugende 2:08,51 Minuten und kam damit in die Nähe ihrer Bestzeit. "Das hat Spaß gemacht, zuzusehen", sage Bundestrainer Henning Lambertz. Lediglich auf der letzten Bahn schien der Magdeburgerin etwas die Luft auszugehen. Mit einer kleinen Steigerung am Abend ist  der Finaleinzug für die 24-Jährige aber drin.

Franziska Hentke | Die Atmung zur linken Seite ist das Markenzeichen der Magdeburgerin Franziska Hentke.

Die Atmung zur linken Seite ist das Markenzeichen der Magdeburgerin Franziska Hentke.

Foto >Daniel Kopatsch

Fest eingeplant hat das Finale der 23-jährige Deibler. Der Olympia-Achte qualifizierte sich in 1:58,76 Minuten für die nächste Runde. "Das war sauanstrengend. Ab Rücken war es nur noch ein Kampf. Ich weiß im Moment nicht, wie ich das heute noch einmal schwimmen soll", sagte Deibler, der erstmal 15 Minuten durchatmen musste, bevor er sich den Fragen der Journalisten stellen konnte. Die 200 Meter Lagen seien eben nicht so einfach wie die 50 Meter Schmetterling, zog er mit einem Schmunzeln im Gesicht den Vergleich mit seinem im Sprint erfolgreichen Bruder Steffen.

Philip Heintz vergab in indiskutablen 2:02,23 Minuten einen durchaus machbaren Halbfinalplatz. Auch Lambertz konnte sich diese Zeit nicht erklären. "Bis 100 Meter sah das sehr gut aus. Bis 150 noch ok. Und dann hört er auf zu schwimmen. Und ich weiß nicht warum." Mit einer 31er Zeit auf den abschließenden 50 Metern fiel Heintz auf Gesamtrang 28 zurück. Bei den Deutschen Meisterschaften war er die letzte Bahn noch dreieinhalb Sekunden schneller gekrault.

Hocke und di Carli raus

Selina Hocke aus Berlin konnte nach Platz 31 über 100 Meter Rücken auch über die halbe Distanz ihr Leistungsvermögen nicht abrufen. In 29,50 Sekunden schwamm sie fast eine Sekunde langsamer als bei der WM-Quali im April. Die schnellste Zeit schwamm am Morgen die Chinesin Yuanhui Fu in 27,55 Sekunden. Topfavoritin Missy Franklin wurde 13.

Marco di Carli verpasste seine DM-Zeit ebenfalls um eine Sekunde und schied über 100 Meter Freistil in 50,38 Sekunden als 36. aus. Wie es geht zeigten James Magnussen (47,71 Sekunden) und Konrad Czerniak (48,50 Sekunden), die vier beziehungsweise zwei Bahnen neben di Carli schwammen und die schnellsten Vorlaufzeiten erzielten. Vor allem der Australier Magnussen schickte eine deutliche Kampfansage an die anderen Topfavoriten Vladimir Morozov aus Russland und Nathan Adrian (USA), die ebenfalls die nächste Runde erreichten.