Biedermann startet mit zehn Sekunden Rückstand

Etwa zehn Sekunden fehlen Schwimmstar Paul Biedermann derzeit im Vergleich zu seinen besten Zeiten über 200 Meter Freistil. Dies ist das Ergebnis eines Stufentests des Hallensers, der nach sechsmonatiger Pause das Training wieder aufgenommen hat.

| 12. September 2013 | AKTUELL

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Foto >Silke Insel / spomedis

Wegen eines Infektes hatte Weltrekordler Paul Biedermann Anfang des Jahres die Langbahnsaison abgesagt und später die WM in Barcelona sausen lassen. Zwar meldete er sich nun zurück im Training am Bundesstützpunkt in Halle (Saale), wann er jedoch ins Wettkampfgeschehen eingreifen wird, ist ungewiss. „Ob er bei den Deutschen Meisterschaften startet, die ja Qualifikation für die EM sind, wird erst noch entschieden“, sagte sein Trainer Frank Embacher der Mitteldeutschen Zeitung. Dies sei abhängig von den weiteren Trainingsleistungen.

Die Ergebnisse des Stufentests, bei dem der Doppel-Weltmeister von 2009 eine vorgegebene und immer höher werdende Belastung erfüllen muss, will Embacher erst noch einordnen. Bisher habe sein Schützling den Test immer sehr stabil absolviert und die Abweichungen lediglich im Zehntelbereich gelegen. „Wir werden den Test alle zwei Wochen bei gleicher Vorbelastung im Training wiederholen und schauen, wie das Training insgesamt anschlägt“, erklärte Embacher.

Schnell wieder bei 97 Prozent

Gegenüber der MZ äußerte sich der Coach zuversichtlich, dass Biedermann relativ schnell wieder 97 Prozent seiner Leistungsfähigkeit erreichen wird. Jedoch seien die fehlenden drei Prozent „international aber sehr viel“, so der Coach. „Wir reden da von drei Sekunden über der Bestzeit. Das schwimmen andere Deutsche auch.“

Gemeinsam mit Embacher hatte sich Biedermann zu Jahresbeginn eine Pause verdonnert, um dem geschundenen Körper eine Auszeit zu gönnen und neue Motivation zu tanken. Als Fernziel hatte der 27-Jährige damals die EM 2014 in Berlin genannt. Zuvor wollte er auf der Kurzbahn einige Wettkämpfe bestreiten. Die Saisonhöhepunkte auf der kurzen 25-Meter-Bahn sind in diesem Jahr die DM in Wuppertal Ende November, die EM in Dänemark (Mitte Dezember) sowie die verlieben Weltcups in Moskau, Dubai, Doha, Singapur, Tokio und Peking.